26.03.2020 14:11

Vorlesen stärkt die Bildung bereits im frühen Kindesalter

Was tun gegen Langweile? Vorlesen! Lesen hilft, die Welt zu verstehen, bildet, fördert die Kreativität und ist zentraler Faktor in der geistigen Entwicklung. Und es funktioniert sogar mit Oma und Opa via Skype oder anderen Kanälen. Am Österreichischen Vorlesetag (26. März) macht das OÖ. Rote Kreuz auf den Wert des Vorlesens aufmerksam. Gerade in der Zeit von Ausgangsbeschränkungen und Corona-Krise öffnet die bereits frühkindliche Leseförderung die Türen in eine bessere Zukunft.

Vorlesen stärkt die Bildung bereits im frühen Kindesalter
Credit: OÖRK / Viktoria Affenzeller

Marlene (4) und Adrian (6) sind zappelig. Seit langer Zeit kamen die beiden Geschwister nicht mehr bei der Wohnungstür hinaus. Die wegen der Corona-Krise notwendigen Ausgangsbeschränkungen prägen ihren Alltag. Mit den immer gleichen Puppen zu spielen ist schon langweilig. Das Kinderprogramm im Fernsehen ist für Mama Birgit keine Alternative, um ihre beiden Kinder zu beschäftigen. Sie legt ihre Arbeit zur Seite, geht zum Bücherregal, nimmt ein Bilderbuch und beginnt Marlene und Annika daraus vorzulesen. „Kinder brauchen Strukturen und wollen beschäftigt werden“, weiß OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Aichinger Walter. „Gemeinsame Aktivitäten, wie beispielsweise Vorlesen entspannt, lenkt ab und stärkt die Kreativität schon in jungen Lebensjahren.“ Studien geben ihm recht: „Kindern, denen die Eltern regelmäßig vorlesen, fällt das Lesenlernen leichter und sie haben später im Schnitt bessere Schulnoten als Kinder, denen dieser Impuls fehlt“, heißt es beispielsweise von der Stiftung Lesen, die sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Gerade in dieser Zeit ist Vorlesen wichtig. „Wir haben momentan viel Zeit, um unseren Kindern vorzulesen – und sollten das auch tun! Der positive Einfluss des Vorlesens auf die kindliche Sprach- und Lesekompetenz ist enorm.“, weiß Dr. Sonja Jacobi Buch.Zeit. Die Initiative mit Sitz in Wels berät Schulen, Lehrer und Bildungsinitiativen im Bereich der Elementarbildung.

 

Wer in Bildung investiert, erntet eine bessere Gesellschaft. Miteinander lesen und lernen soll Sinn und Freude machen – das zu vermitteln liegt dem OÖ. Rotem Kreuz am Herzen.

Seit mehr als 70 Jahren fördert und stärkt das OÖ. Jugendrotkreuz junge Menschen in ihrem sozialen Denken und Handeln. Ziel ist: Werte wie Solidarität, Gleichberechtigung, Demokratie, Frieden, Hilfsbereitschaft oder Toleranz zu vermitteln, die auf humanitärem Gedankengut basieren. Mit unseren vielfältigen Angeboten wollen wir junge Menschen dabei unterstützen, Eigeninitiative zu entwickeln, Hilfsbereitschaft zu zeigen und Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Mit folgenden Initiativen stärkt die landesweit größte humanitäre Hilfsorganisation die Bildung.

 

  • Seit mehr als sechs Jahren besucht ROKO die Kindergärten in Oberösterreich. Rund 8.000 Kindergarten-Kinder in Oberösterreich haben jährlich mit ROKO Kontakt.
  • Im Jänner 2018 startete das OÖ. Rote Kreuz flächendeckend mit der Bildungsinitiative ALPHA. MEINE CHANCE. Landesweit derzeit 302 freiwillige ALPHA-Lesecoaches betreuen mehr als 630 Schüler, die Schwierigkeiten beim Lesen haben. Ziel ist: Junge Menschen in enger Zusammenarbeit mit Schule und Eltern individuell zu fördern.

 

 

  • „Gemeinsam lesen“ nennt sich die von Buchklub und Jugendrotkreuz im Jahr 2019 entwickelte Schülerzeitschriften-Reihe. Die einzelnen Produkte richten sich an Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur achten Schulstufe. Aufgrund der derzeitigen Situation versorgt das Jugendrotkreuz im Auftrag des Bildungsministeriums Eltern, Schüler und Lehrer mit Material zum digitalen Lernen. Dieses steht unter www.gemeinsamlesen.at/corona kostenfrei zum Download bereit. Ebenfalls frei zum Herunterladen zu finden sind die Online-Ausgaben der „Gemeinsam lesen“-Zeitschriften der Monate März und April, um Eltern und Schüler passendes Lese- und Lernmaterial zu bieten.

 

 

 

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