12.11.2018 09:22

Tag der Katastrophenhilfe 2018

Im Zeichen der Katastrophenhilfe steht der 10. November 2018 in Tirol. Die Unwetter in Osttirol haben wieder einmal gezeigt, wie wichtig die Vorbereitung auf Katastrophenereignisse ist - das Rote Kreuz Tirol bildet jedes Jahr ca. 100 Katastrophenhelfer aus. Den Abschluss bildet, wie jedes Jahr, der Tag der Katastrophenhilfe, heuer im ehrwürdigen Stift Stams. Interessante Fakten und Bilder vergangener Übungen wurden präsentiert.

Tag der Katastrophenhilfe 2018
Interessante Vorträge und ein eindrucksvoller Festakt im Stift Stams.

Interessante Vortragsreihe 

Zum diesjährigen Schulungsprogramm zählten Vorträge über Neuerungen im Rahmen der europäischen Katastrophenhilfe von Bundesrettungskommandant Mag. Gerry Foitik. DI Gebhard Walter, Leiter der Wildbach und Lawinenverbauung Tirol, beleuchtete mit seinem Vortrag "Leben mit Naturgefahren" den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf den Lebensraum Tirol. Der Brenner Basistunnel stellt ebenfalls besondere Anforderungen an Sicherheit und Rettungsdienst. Hier wurde eine gemeinsame Übung von Mag. Erwin Reichel, Sicherheitsbeauftragter des BBT und Ing. Christian Schneider, MBA vom Roten Kreuz Innsbruck vorgestellt. Landesrettungskommandant Oswald Gritsch streicht die ständige Weiterenwicklung hervor: "Katastrophenhilfe funktioniert nur, wenn man am Ball bleibt. Im Roten Kreuz Tirol wird laufend evaluiert, wo Verbesserungen in Material und Personal möglich sind. Diese Erfahrungen fliesen in die Ausbildung der Mitarbeiter und die Beschaffung oder Umstrukturierung von Material ein." 

Einsatzleiter und Offiziere ausgemustert 

In einem Festakt wurden zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen überreicht. Weiters wurden die 21 Absolventen des heurigen Einsatzleiterlehrganges ausgemustert. Stv. Landesrettungskommandant Martin Dablander zeigt sich erfreut: "Die neuen Einsatzleiter absolvierten in ihrer Freizeit eine umfassende Ausbildung, um sich auf die Führung von Einsätzen vorzubereiten. Zusätzlich zu den Unterrichtseinheiten wurden in Teams Einsatzpläne ausgearbeitet und eine praktische Prüfung im Zuge einer Übung absolviert. Damit wird ein Grundstein für die Führung im Einsatz gelegt." Die höchste Stufe in der Führungskräfteausbildung im Roten Kreuz haben 14 Offiziere absolviert. "Mit dem Verfassen einer Abschlussarbeit und einer komissionellen Abschlussprüfung absolvierten alle Offiziere eine umfassende Ausbildung, welche sie auf die Aufgaben im Führen von Mitarbeitern sehr gut vorbereitet.", so Lehrgangsleiterin Nina Dissertori. 

Starke Partner: Land Tirol und Rotes Kreuz

Hofrat Dr. Herbert Walter überbrachte Dankesworte des Landes Tirol für die ständige Bereitschaft und unermüdliche Arbeit. Im Zuge des Festaktes übergab er in traditioneller Weise neues Katastrophenhilfsmaterial an das Rote Kreuz Tirol.
"Wir bedanken uns beim Land Tirol für die hervorragende Zusammenarbeit. Nur mit den entsprechenden Mitteln können wir effiziente Hilfe genau dort leisten, wo sie gebraucht wird. Unkompliziert und schlagkräftig.", so der Landesrettungskommandant Stv. Günther Schwemberger.

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