23.03.2009 10:22

Bericht eines Rotkreuz-Mitarbeiters aus Simbabwe

Der Einsatz in Simbabwe, bei dem während der Choleraepedemie durch das Rote Kreuz sauberes Trinkwasser zur Verfügung gestellt wurde, war herausfordernd aber erfolgreich. Unser Mitarbeiter Reinhold Huber war selbst vor Ort und berichtet:

Mitarbeiter in Zimbabwe

Um diese Seuche in Griff zu bekommen ist sauberes Trinkwasser und Beachtung von Hygienemaßnahmen das Um und Auf. Da das Trinkwasser in diesem Gebiet meist aus verschmutzten Bächen entnommen werden muss, war es unsere Aufgabe mit Watermaker das Wasser zu reinigen und zu chlorieren, um es trinkbar zu machen.

Weiters verteilten wir Seife und schulten die Menschen in Hygieneverhalten.

Unser Arbeitstag erstreckte sich meist von 12 bis 15 Stunden. Da die Dörfer im Busch sehr zerstreut liegen, war ich in dieser Zeit mehr als 5.000 Kilometer unterwegs.Unsere Hauptmalzeit bestand war meist SADZA ( Maisbrei ).

 

Wir betreuten 44 Dörfer mit 2.327 Haushalten,

verteilten 2.400 Stück Seife,

700 Stück Kübel und 700 Stück Plastikkaníster

Für die Wasseraufbereitung benötigten wir in dieser Zeit 50.000 Watermaker

 

Etwas zur Geografie:

Zimbabwe ist so groß wie etwa Deutschland und Holland zusammen.

Es hat ca. 12 Mio. Einwohner. Zimbabwe liegt im südlichen Teil von Afrika.

Hauptstadt ist Harare mit 1,4 Mio. Einwohnern. Zimbabwe ist in 10 Provinzen eingeteilt. Ich war in der Provinz Mashonaland West eingesetzt.

 

Da die Infrastruktur sehr schlecht ausgebaut ist, war es mir während der ganzen Einsatzzeit nur einmal möglich, eine Viertelstunde mit meiner Familie telefonischen Kontakt zu haben.

Aber es war eine tolle Landschaft und absolut nette Einheimische!

Würde sofort wieder dorthin in Einsatz gehen!

 

socialshareprivacy info icon