21.07.2011 12:31

Update zur Rotkreuz-Hilfe am Horn von Afrika

Die Rotkreuz-Bewegung hilft in den betroffenen Ländern Somalia, Kenia und Äthiopien mit lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen und der Verteilung von Saatgut und Vieh.

Update zur Rotkreuz-Hilfe am Horn von Afrika

In Somalia herrscht Hungersnot. In dem von jahrelangen Bürgerkriegen zerstörten Land haben die Vereinten Nationen am 20. Juli damit die höchste Alarmstufe ausgerufen. Betroffen sind die Regionen Bakool und Lower Shabelle (Südsomalia). Alleine in Somalia benötigen derzeit 3,2 Millionen Menschen lebenserhaltende Soforthilfe.


Täglich erreichen zwischen 1.300 und 2.000 somalische Flüchtlinge die Flüchtlingslager in Dollo Ado (Äthiopien) und Dadaab (Kenia). Etwa die Hälfte der Kinder unter 5 Jahre sind durchschnittlich bis stark unterernährt.

 

Die Rotkreuz-Bewegung hilft über das Internationale Komittee vom Roten Kreuz (IKRK) direkt in Somalia und in den Nachbarländern. Neben der laufenden Hilfe in Äthiopien, Kenia, und Dschibuti werden die seit Monaten bestehenden internationalen Hilfsaufrufe erweitert.

Schwerpunkte der Rotkreuz-Hilfe:
Somalia:

Verteilung von Lebensmittelnotfallpaketen für 27.000 Familien (162.000 betroffene Personen) sowie Verteilung von Trinkwasser an knapp 350.000 Personen in Südsomalia; 

Verteilung von Saatgut für Viehfutter und Getreide für Dorfgemeinschaften entlang von Flüssen;

Therapeutische Ernährungsprogramme v.a. für Kinder: 5.000 unterernährte Kinder erhalten mit Nährstoffen angereicherte Lebensmittel;
Verstärkung der medizinischen Infrastruktur: Gemeinsam mit dem Somalischen Roten Halbmond betreibt das IKRK 39 Basisgesundheitsstationen;
 

Äthiopien:

Die Hilfsaktivitäten in den Dürre-Regionen laufen bereits seit 2010. Derzeit werden Mais, Bohnen, Öl und Spezialnahrung für Kleinkinder an 255.000 Personen verteilt;

Trinkwasser wird für 23.700 Familien durch Reparatur von Brunnen und Handpumpen gesichert; 

Saatgut bzw. Ziegen und Hühner werden verteilt;
 

Kenia:

Verteilung von Nahrungsmitteln u. Hilfsgütern. 20.000 Schulkinder erhalten Nahrungsmittel (Ausweitung auf 45.000 in Planung).

Sicherstellung /Wiederherstellung der Lebensgrundlage: Verteilung von dürreresistentem Saatgut an 75.000 Familien; Ankauf von Vieh zu fairen Preisen von betroffenen Viehbauern;
Sicherstellung von Trinkwasser: Instandsetzung von Brunnen (80.000 Benefizienten) und Lieferung per Lastwagen für rund 300.000 Personen.

Hilfe des ÖRK:

In Äthiopien führt das ÖRK mit einer ständigen Delegation Projekte durch, um die Widerstandsfähigkeit der Dorfgemeinschaften gegen Dürresituationen zu stärken. Die ÖRK Delegation in Äthiopien wird in den kommenden Tagen durch einen weiteren Delegierten verstärkt.

Spendenaufruf: Dürre in Afrika

Das Österreichische Rote Kreuz bittet weiterhin um Spenden für die Menschen in Ostafrika.

PSK: 2.345.000, BLZ 60.000
Kennwort: Dürre in Afrika
online: https://spende.roteskreuz.at

per SMS: 0664 660 0020

 

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