02.05.2014 06:33

Der Kampf gegen die Armut in Europa: Zum fünfzehnten Mal leisteten Rotkreuz-Mitarbeiter Hilfe in Rumänien

Durch zahlreiche Spenden konnte ein Team aus beherzten und engagierten Rotkreuz-Helfern im April dringend benötigte Gegenstände im Wert von 356.000 Euro nach Satu Mare in Rumänien liefern.

Der Kampf gegen die Armut in Europa: Zum fünfzehnten Mal leisteten Rotkreuz-Mitarbeiter Hilfe in Rumänien

Es sind jene Geschichten, die Großväter und Großmütter ihren Enkelkindern erzählen – vom einfachen Leben in Baracken, Brüderschaft und Alliierten, die Süßigkeiten verteilten. Sie erinnern sich in bunten Bildern an ihre Herkunft, besinnen sich ihrer Wurzeln, die oft in den östlichen Randgebieten Europas liegen. So kommt es auch, dass die nordwestlich gelegene rumänische Stadt Satu Mare ein Ort der Erinnerung ist. Als Hauptstadt des einstigen Siedlungsgebiets der Sathmarer Schwaben, Nachfahren der aus Oberschwaben ausgewanderten Bauern des 18. Jahrhunderts, ist sie auch Teil der deutschsprachigen Zeitgeschichte. So gibt es noch heute im gleichnamigen Landeskreis ganze Ortschaften mit schwäbischer Bevölkerung. Die Einwanderungsrate ist heute allerdings deutlich geringer als damals. Bittere Armut hält das gesamte Land im Würgegriff und schafft unmenschliche Lebensverhältnisse – während Preise für Wasser und Strom steigen, sinken Löhne auf neue Tiefstände und verhindern so eine wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung des Landes. Damit ist für viele Familien keine Grundversorgung, und damit auch keine Zukunft möglich.

 

 

„Wir dürfen den unüberhörbaren Hilferuf Rumäniens nicht ignorieren. Das Rote Kreuz steht für Menschlichkeit und Hilfe in Notlagen. Die Bevölkerung Rumäniens befindet sich nach wie vor ganz klar in einer Notlage. Deshalb sind wir natürlich auch heuer wieder vor Ort gewesen, um nicht nur unsere Hilfsgüter zu verteilen, sondern auch Trost zu spenden“, sagt Harald Fuchs, Rotes Kreuz Niederösterreich. Bereits zum 15. Mal reiste Fuchs mit den engagierten Rotkreuz-Mitarbeitern Martin Pieler, Heinz Kurt, Manuel Tillmann der Rotkreuz-Lager Mödling und Gerald Einziger der Rotkreuz-Bezirksstelle Korneuburg nach Satu Mare. Unterstützt wurden sie dabei vom Roten Kreuz Vorarlberg: Walter Zimmermann, Martina Küng, Alexander Zangerl vom Roten Kreuz Rankweil und Udo Wernig vom Roten Kreuz Hard waren mit dabei und steuerten Möbel, Matratzen und Kleidung im Wert von 32.500 Euro bei. Neben Medikamenten, Krankenpflegeprodukte (Firma Hartmann), Holzöfen, Installationsmaterial (Firma Cofely), Bekleidung, Pflegebetten (Krankenhaus Stockerau), Mundschutzmasken, Schulartikel und Lebensmittel (Rotkreuz-Jugendgruppen Amstetten) und zum weiteren Ausbau der Hauskrankenpflege – 10 Motorroller (Firma Forstinger) transportierte das Rotkreuz-Team so Hilfsgüter im Wert von 356.000 Euro und einem Gesamtgewicht von 15 Tonnen nach Rumänien.

 

 

Im Rotkreuz-Lager Mödling fanden sich die Spenden von Privatpersonen und Firmen ein und werden von dort aus für den Transport der durch den Rotkreuz-Landesverband Niederösterreich unterstützt wird, hergerichtet und verpackt. Zugestellt wurden die Lieferungen in das Logistikzentrum der Caritas in Satu Mare, das die Auslieferung und Koordination vor Ort übernimmt.

 

Die nächste Hilfslieferung wird bereits für kommendes Jahr geplant. Sachspenden können nach vorheriger Vereinbarung unter Harald.Fuchs(at)n.roteskreuz.at im Rotkreuz-Lager Mödling, Untere Bachgasse 13, 2340 Mödling, abgegeben werden.

 

 

Tulln, 1. Mai 2014

 

 

RÜCKFRAGEHINWEIS:

Mag. Sonja Kellner, Andreas Zenker, MSc., MBA

Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Niederösterreich

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