23.03.2017 09:45

Wasseraufbereitung mitten in Wien

Zum Weltwassertag errichtete das Rote Kreuz eine Trinkwasseraufbereitungsanlage am Wiener Karlsplatz.

Wasseraufbereitung mitten in Wien
Den Rotkreuz-Experten schmeckts!

Der diesjährige Weltwassertag am 22.März steht unter dem Motto „Abwasser“ und weist auf die Wichtigkeit der Reinigung und Wiederverwendung des Wassers hin. Derzeit fließen weltweit über 80 Prozent des Abwassers wieder ungenutzt in die Umwelt. Sauberes Wasser ist jedoch keine Selbstverständlichkeit. Mehr als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und mehr als doppelt so viele keine Möglichkeit, sanitäre Anlagen wie Toiletten zu benutzen.

Mit einer Trinkwasseraufbereitungsanlage mitten am Wiener Karlsplatz macht das Rote Kreuz auf dieses wichtige Thema aufmerksam. Die fast drei Meter lange Anlage produziert 225.000 Liter Wasser am Tag und versorgt damit 15.000 Menschen in Katastrophengebieten. Als Rohwasserquelle dient hierbei jedoch nicht der Nil – wie bei einem aktuellen Hilfsprojekt in Uganda – sondern der Teich am Karlsplatz. Das Wasser wird zuerst in einem Korb angesaugt, um dann über eine Pumpe in zwei Kanister verteilt zu werden. Dort wird Entflockungsmittel und Chlor hinzugefügt bevor das Wasser durch die Sand- und Aktivkohlefilteranlage fließt. Das fertig aufbereitete Wasser wird mittels LKWs in entlegene Dörfer gebracht und an Bedürftige verteilt.

Der symbolische Katastropheneinsatz am Weltwassertag soll darauf aufmerksam machen, dass Wasser nicht überall so sauber und für alle verfügbar ist wie in Österreich. Für jeden sechsten Menschen ist Wassermangel Realität. Geschätzte 824.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen von verunreinigtem Wasser. Babys und Kleinkinder sind mit ihrem noch schwachen Immunsystem besonders bedroht. Die Todesfälle sind jedoch mittels sauberem Wasser leicht vorbeugbar. 

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