01.08.2018 15:57

Erste Hilfe bei Hitzenotfällen

Große Hitze ist für viele Menschen belastend, für einige kann sie sogar lebensgefährlich sein. Wie man Betroffenen effektiv helfen kann, erklärt Erste-Hilfe-Experte Mathias Amon.

Erste Hilfe bei Hitzenotfällen
Bei Hitzenotfällen hat die Kühlung des Kopfes Priorität

Die Hitzewelle hat Österreich weiterhin fest im Griff: Für den Körper sind die hohen Temperaturen eine große Belastung, für Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen oder Personen die im Freien arbeiten kann sie lebensgefährlich werden.

Mittagshitze vermeiden

Zu Mittag, wenn die Hitze am Größten ist, ist es ratsam, sich wenn möglich wenig bis gar keinen körperlichen Anstrengungen auszusetzten und im Schatten zu bleiben. Auch die Kleidung sollte man an die Temperaturen anpassen: Weite, luftige Kleidung und Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor schützen vor Sonnenbrand und Hautkrebserkrankungen.

Auf Warnsignale des Körpers achten

Wenn dem Körper die Temperaturen dennoch zu viel werden, macht er sich mit bestimmten Warnsignalen bemerkbar. „Kopfschmerzen, Schwindel, Schlappheit, Krämpfe in Armen oder Beinen, ein trockener Mund bis hin zu Übelkeit und Erbrechen – das alles kann auf einen Hitzenotfall hindeuten.“, erklärt Erste-Hilfe-Experte Mathias Amon. Denn wenn die Wärmeregulation des Körpers nicht mehr funktioniert, steigt die normale Körpertemperatur von zwischen 36 und 37 Grad Celsius auf 40 Grad Celsius oder mehr an und kann nicht mehr durch Schwitzen gekühlt werden. Das Risiko für einen Hitzeschlag ist vor allem bei sehr warmer Umgebungstemperatur und feucht-schwüler Witterung gegeben – und so ein Hitzeschlag kann lebensgefährlich sein. 

Erste Hilfe rettet Leben


„Hitzenotfälle sind für Ersthelfer gut zu erkennen: die Haut ist heiß und rot, die Menschen klagen über Unwohlsein, Schwindel, Kopfweh oder Übelkeit. Jetzt gilt es, die Menschen in den Schatten zu bringen und ihre Körpertemperatur durch Kühlen und Zuführen von kühlem Wasser zu senken. Beim Hitzschlag ist der Fokus auf die Kühlung des Kopfes zu legen, da die Hitze auch zu Hirnschwellungen führen kann. Daher Stirn und Nacken mit Wasser benetzen sowie Umschläge für Arme und Beine machen: dazu kann beispielsweise ein feuchtes Handtuch verwendet werden.“, so Amon. Die betroffene Person sollte aufrecht sitzen und Wasser trinken. Falls diese Maßnahmen nicht rasch zu einer Besserung führen, unbedingt den Notruf 144 wählen.  

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