05.10.2018 09:33

Rotes Kreuz entsendet österreichische Wasser-, Sanitär- und Hygiene-Expertin nach Indonesien

"Zugang zu sauberem Trinkwasser dringend benötigt"

Rotes Kreuz entsendet österreichische Wasser-, Sanitär- und Hygiene-Expertin nach Indonesien

Wien (Rotes Kreuz) – Nach dem internationalen Hilfsaufruf aus Indonesien entsendet das Rote Kreuz nächste Woche eine Österreicherin ins Katastrophengebiet. Die Trinkwasser- und Hygieneexpertin Lidwina Dox ist Teil eines internationalen Teams, das gemeinsam mit Helfern des Indonesischen Roten Kreuzes die Trinkwasserversorgung wiederherstellen soll.


Dox nimmt seit fast 20 Jahren an internationalen Hilfseinsätzen teil und war auch nach dem Tsunami 2004 im indonesischen Banda Aceh. Zuletzt war sie als Rotkreuz-Delegierte im größten Flüchtlingscamp der Welt in Bangladesch. Die 45-jährige Österreicherin lebte längere Zeit in Lombok und spricht fließend Indonesisch.


„Die betroffenen Menschen brauchen jetzt dringend Zugang zu sauberem Trinkwasser. Viele Wasserquellen sind durch Tsunami und Erdbeben zerstört oder verunreinigt. Die Menschen schlafen in Zelten. Durch die mangelnde Hygiene besteht akute Seuchengefahr“, sagt Lidwina Dox.


Auch eine Woche nach den Erdbeben und Tsunami ist das ganze Ausmaß der Zerstörung noch nicht absehbar. Mehr als 160.000 Menschen sind obdachlos. Jede Stunde sinkt die Chance, noch Überlebende aus den Trümmern zu retten. Viele Straßen sind unpassierbar, Brücken eingestürzt. Helfer können nur langsam in die betroffenen Gebiete vordringen und entdecken immer neue Dörfer die dem Erdboden gleichgemacht wurden. Das Indonesische Rote Kreuz ist mit hunderten Freiwilligen und Mitarbeitern vor Ort, führt Rettungs- und Sucheinsätzen durch und versorgt Betroffene medizinisch.


Auch die Österreichische Regierung sicherte Unterstützung für die Menschen in Indonesien zu. Außenministerin Karin Kneissl stellt eine Million Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Aussicht. „Die Ausschüttung aus dem Fonds ist ein sehr wichtiger Schritt“, sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer. „Wir wissen bereits jetzt, dass wir einen langen Atem benötigen. Nach der akuten Nothilfe wir das Rote Kreuz den Wiederaufbau unterstützen – und der wird mehrere Jahre dauern.“


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Österreichisches Rotes Kreuz
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