27.01.2020 10:17

Nein zu Genitalverstümmelung!

Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6.2.: Das Rote Kreuz engagiert sich mit dem Projekt "WomEn CARE".

Nein zu Genitalverstümmelung!
Gewalt gegen Frauen muss enden! Das Rote Kreuz engagiert sich. Finanziert wird das Projekt vom Österreichischen Integrationsfonds.©Jacob Lund

Gewalt an Frauen ist ein Tabuthema - auch in Österreich. Die Täter sind fast immer Ehemänner, Partner, Verwandte oder andere Menschen aus dem Umfeld der Frau. Die Scheu, sich Hilfe zu holen oder zur Polizei zu gehen, ist extrem groß. In manchen Kulturen ist Gewalt an Frauen Teil von Identität und Kultur. Eine besonders gravierende Form dieser Gewalt ist die weibliche Genitalverstümmelung, kurz FGM.

200 Millionen (!) Betroffene

Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind jährlich rund drei Millionen Mädchen dem Risiko von FGM ausgesetzt und es gibt 200 Millionen Betroffene weltweit. Auch in Österreich ist das Thema leider nicht unbekannt. Um das Tabu zu brechen, engagiert sich das Rote Kreuz im Rahmen des vom Österreichischen Integrationsfonds geförderten Projektes "WomEn CARE". 

Was tut das Projekt?


Neben medizinischer, psychologischer und rechtlicher Beratung sind Aufklärungs- und Präventionsarbeit Zentrum der Rotkreuz-Arbeit. Die Zielgruppen, die es besonders zu erreichen gilt, sind Ärzte, Pflegepersonal, Pädagogen, Meinungsbildner aus den betroffenen Communities und vor allem: betroffene Frauen selbst. Auch bei den Männern wird angesetzt, denn sie müssen wissen was Genitalverstümmelung für Frauen bedeutet und wie sie Betroffenen helfen können. Das Projekt soll auch zur Vernetzung und Know-How-Transfer beitragen.

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