02.06.2020 12:34

App mit Mehrwert

Ärztekammer von App überzeugt: "Stopp Corona"-App mit prominenter Unterstützung!

App mit Mehrwert
Die Babyelefanten sind nicht nur Abstandsmesser sondern auch von der App überzeugt. © ÖRK/Holly Thomas Kellner

Die Rotkreuz-App "Stopp Corona" tut den nächsten Schritt! Das mobile Kontakttagebuch ist zwar schon auf über 600.000 Handys (um die 300.000 davon in aktiver Verwendung) in Österreich zu finden. Damit Infektionsketten effektiv unterbrochen werden, müssen es aber noch einige mehr werden. Das findet unter anderem auch die Ärztekammer, deren Präsident Thomas Szekeres, die Idee der App bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober bestärkt: "Die App funktioniert nur, wenn möglichst viele Menschen sie heruntergeladen haben. Das tut nicht weh, das schadet nicht". Man solle sich nicht in vorzeitiger Sicherheit wiegen, denn auch bei stabilen Zahlen wird Corona nach wie vor übertragen. 

Erinnerung an Kontakte

Es sei ja schwierig, "sich zu erinnern, wen man vor drei Tagen vor oder neben sich gehabt hat", sagt Anschober zur Grundidee der Handy-Applikation. Zwar könne die App kein Ersatz für ein manuelles Konaktpersonen-Management sein, sie wäre aber "eine deutliche Unterstützung". Mitte Juni wird das Programm auch die Schnittstellen der Smartphone-Hersteller Google und Apple nutzen, welche die beiden Konzerne Mitte Mai veröffentlicht haben, sagt Rotkreuz-Bundesrettungskommandant Gerry Foitik. "Dann wird diese App mit den automatischen Handshakes auch klaglos funktionieren".

Wie funktioniert die App?


Die App führt über die Bluetooth-Schnittstelle der Handys ein elektronisches Kontakttagebuch, mit dem aufgezeichnet wird, mit wem der jeweilige User in der Vergangenheit Kontakt hatte. Schlägt dann einer der User wegen eines positiven Tests oder eines Verdachtsfalls Alarm, werden all dessen via App aufgezeichneten Kontakte anonymisiert verständigt. Diese können dann Maßnahmen gegen eine (unbemerkte) weitere Verbreitung des Virus ergreifen. Die Installation der App ist freiwillig.

Wie geht es weiter?


Damit mit noch mehr Menschen die App installieren, braucht es noch mehr Bereitschaft in der Bevölkerung. Auch positive Beispiele aus anderen europäischen Länder gibt es mittlerweile. Ab sofort soll die App mit einer möglichst breiten Beteiligung weiterentwickelt werden. Dafür ist eine Plattform geplant, die Mitte Juli online gehen wird.

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