13.05.2019 09:30

Weltrotkreuztag:

Rotes Kreuz eröffnet Logistikzentrum in Münchendorf

Eröffnung des Logistikzentrums für Großunfälle und Katastrophenhilfe NÖ Süd
Eröffnung des Logistikzentrums für Großunfälle und Katastrophenhilfe NÖ Süd

Das Rote Kreuz Niederösterreich lud am 10. Mai 2019 zur großen Geburtstagsfeier ihres Gründers Henry Dunant. Im Fokus stand in diesem Jahr mit der Eröffnung des Logistikzentrums für Großunfälle und Katastrophenhilfe NÖ Süd die Katastrophenhilfe des Roten Kreuzes Niederösterreich.

Der Geburtstag von Henry Dunant, dem Gründer unserer weltumspannenden, humanitären Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaft am 8. Mai, gibt dem Roten Kreuz einen besonderen Anlass, das Fest zum Weltrotkreuztag mit den Partnern des Roten Kreuzes zu begehen. Rotkreuz-Präsident Josef Schmoll eröffnete gemeinsam mit Landtagspräsident Karl Wilfing in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (Soziale Verwaltung, Gesundheit und Gleichstellung) das Logistikzentrum in Münchendorf. Rund 400 Gäste waren zu diesem feierlichen Anlass nach Münchendorf gekommen, darunter zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Partnerorganisationen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes Niederösterreich. Für einen unterhaltsamen Abend sorgte „Der Strobl“ mit seinem Programm JUKEBOX.

„Das Rote Kreuz Niederösterreich ist ein verlässlicher Partner, wenn es um die Sicherheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher geht und damit ein wichtiger Baustein für die gute Lebensqualität in Niederösterreich. Auf die Frauen und Männer des Roten Kreuzes kann man sich immer verlassen, sie helfen kompetent und rasch. Mit dem neuen Logistikzentrum wurde eine Einrichtung geschaffen, die das persönliche Engagement unterstützt. Das Land Niederösterreich ist stolz auf das Rote Kreuz. Ich möchte an dieser Stelle Danke für die tausenden Stunden sagen, die durch die Aktiven des Roten Kreuz Niederösterreich für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger geleistet werden. Ohne sie stände unser Land nicht so gut da“, betont Landtagspräsident Karl Wilfing.

„Die Aufgaben, die unsere Rettungskräfte zu bewältigen haben, sind angesichts demographischer Entwicklungen sowie Verlagerung der Einsatzschwerpunkte Veränderungen unterworfen. Dementsprechend stehen unsere Retter stets neuen Anforderungen gegenüber, ob diese nun im Bereich der Ausbildung und Ausrüstung oder im Ausbau von Rettungszentralen liegen. Das Land Niederösterreich unterstützt seine Rettungsorganisationen dabei immer nach besten Kräften und wird das auch in Zukunft tun“, betont das zuständige Landesregierungsmitglied für das Rettungswesen, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.

„Mit den beiden neuen Logistikzentren für Großunfälle und Katastrophenhilfe stellen wir unsere Logistik auf völlig neue Beine. Die Aufteilung auf zwei Standorte soll vor allem der schnellen Erreichbarkeit wie Autobahnen, Flughafen aber auch den Donauraum gewährleisten“, erklärt Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Neue moderne Strukturen, eine optimale Logistik für den Einsatz aber auch eine neue Heimat für unsere Sondereinheiten sind wichtige Schritte, die wir nun gesetzt haben. Wie schnell das Rote Kreuz zu Großeinsätzen gerufen wird, haben wir einmal mehr in den vergangenen Jahren gesehen: ob Zugsunglück oder Gasexplosion, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen, wie eine große Anzahl von Verletzten und Betroffenen zu betreuen ist. Jetzt haben wir mit der Eröffnung auch des zweiten Logistikzentrums mit den neuen Räumlichkeiten auch moderne Strukturen geschaffen.“

„Wir haben damit unserer bisheriges, bereits in die Jahre gekommenes Katastrophenhilfezentrum in Mödling abgelöst“, meint Landesrettungskommandant Werner Kraut, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Mit der Aufteilung auf zwei unterschiedlichen Regionen soll die Logistik und Verfügbarkeit weiter verbessert werden. Die Errichtung des Logistikzentrums für Großunfälle und Katastrophenhilfe Niederösterreich Süd in Münchendorf kostet rund 5,4 Millionen Euro brutto, die Kosten für das Grundstück belaufen sich auf 1,4 Millionen Euro. Das Zentrum befindet sich auf knapp 12.000 m2, die verbaute Fläche beträgt rd. 3.500 m2.“

Auch in diesem Jahr unterstützt die HYPO NOE das Rote Kreuz NÖ anlässlich des Weltrotkreuztages. Vorstand Wolfgang Viehauser hält zum Engagement der Bank fest: „Die Unterstützung unserer niederösterreichischen Blaulichtorganisationen ist für uns als Niederösterreichs Landesbank selbstverständlich, weil wir um unsere soziale und gesellschaftliche Verantwortung wissen. Den Weltrotkreuztag wollen wir daher nutzen, um allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes herzlich für ihre - sowohl für das Land als auch die Menschen – unverzichtbare Arbeit herzlich zu danken. Sie bereichern unser Bundesland jeden Tag aufs Neue und leisten einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gesellschaft.“

Auch in diesem Jahr unterstützt die HYPO NOE das Rote Kreuz NÖ anlässlich des Weltrotkreuztages. Vorstand Wolfgang Viehauser hält zum Engagement der Bank fest: „Die Unterstützung unserer niederösterreichischen Blaulichtorganisationen ist für uns als Niederösterreichs Landesbank selbstverständlich, weil wir um unsere soziale und gesellschaftliche Verantwortung wissen. Den Weltrotkreuztag wollen wir daher nutzen, um allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes herzlich für ihre - sowohl für das Land als auch die Menschen – unverzichtbare Arbeit herzlich zu danken. Sie bereichern unser Bundesland jeden Tag aufs Neue und leisten einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gesellschaft.“

Die Rotkreuztage 2019 werden zudem unterstützt durch die Firma Dlouhy, die Niederösterreichische Wohnbaugruppe sowie die Firma Kosaplaner.

Eine Idee, die begeistert

Wenn ein Zug entgleist, die Donau über die Ufer tritt oder eine andere Katastrophe im In- oder Ausland passiert – dann sind sie schnell zur Stelle: die Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes Niederösterreich. Denn gerade dann, wenn die Not am schlimmsten ist, ist schnelle und kompetente Hilfe gefragt.

Die Idee von Henry Dunant, Menschen in Not zu helfen, unabhängig von Nationalität und Zugehörigkeit, ist es, die dem Roten Kreuz als weltumspannender Organisation zu Grunde liegt. Sie bewegt heute wie damals die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Freiwillige, Hauptberufliche, Zivildienstleistende wie auch Teilnehmer/innen des Freiwilligen Sozialjahres.

2019 stellt das Rote Kreuz Niederösterreich den Weltrotkreuztag unter das Thema der Katastrophenhilfe und des Rettungsdienstes. Zu diesem Anlass wurde nun auch das Logistikzentrum für Großunfälle und Katastrophenhilfe NÖ Süd in Münchendorf offiziell eröffnet. Mit den beiden neuen Logistikzentren für Großunfälle und Katastrophenhilfe NÖ – das Zentrum Mitte wurde im Jänner 2018 in Tulln eröffnet – schafft das Rote Kreuz Niederösterreich die optimalen Rahmenbedingungen für seine Sondereinheiten bzw. entsprechende Lagerflächen als Vorbereitung für Katastropheneinsätze oder Großunfälle.

Neben allgemeinen Materialien für den Sondereinsatz wie Feldbetten, Decken, etc. sind hier auch die Ausrüstungen für mehrere Sondereinheiten untergebracht. Münchendorf ist damit auch die neue Heimat für die Sondereinheiten Kommunikation, Technik & Stromversorgung, Patientendekontamination sowie die Feldküche sein.

Neben den Lagerflächen stehen den Mitarbeiter/innen des Roten Kreuzes künftig auch eigene Stabsräume sowie entsprechende Schlaf- und Duschgelegenheiten zur Verfügung. Neben Mannschaftsfahrzeugen werden auch LKWs hier stationiert.

Rotkreuz-Sondereinheiten

Das Rote Kreuz verfügt über mehrere Sondereinheiten, die im Ernstfall ebenfalls eingesetzt werden. Das Ziel der Katastrophenhilfe ist es, das Leben der Opfer zu retten und ihnen das Überleben zu sichern – ob durch Rotkreuz-Suchhundeeinsätze, schnelle Lieferung von dringend benötigten Hilfsmaterialien (Zelte, Feldbetten, Decken, Medikamente ...), Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln, Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen in Quartieren, den Austausch von Familiennachrichten oder die Hilfe beim Wiederaufbau. Das umfangreiche Know-how der tausenden freiwilligen Helfer/innen ist bei Großunfällen gleichermaßen gefragt wie bei Katastrophen im In- oder Ausland – in Form von Trinkwasseraufbereitung, Technik und Stromversorgung, Telekommunikation oder Patient/innen-Versorgung. Außerdem kümmern sich die Rotkreuz-Profis um Hilfstransporte, stellen mobile Verpflegungseinheiten zur Verfügung oder leisten psychosoziale Erste Hilfe für Betroffene und Einsatzkräfte.

Die Rotkreuz-Sondereinheiten in Niederösterreich sind: 

  • Suchhunde
  • Feldküche
  • Patientendekontamination
  • WASH (Trinkwasseraufbereitung)
  • Mobile Beleuchtung
  • Technik & Stromversorgung
  • Unterkunft & Camp
  • Logistik & Transport
  • Kommunikation


Tulln, 11. Mai 2019

Foto: 3482 v.l.n.r.: Vorstandsdirektor Günther Ofner, Flughafen Wien AG, Dechant Adolf Valenta, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Vizepräsidentin und Chefärztin Elfriede Wilfinger, Rotes Kreuz NÖ, Kommandant der Sondereinheiten Martin Pieler, Rotes Kreuz NÖ, Landtagspräsident Karl Wifing, Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz NÖ, Bürgermeister Josef Ehrenberger, Münchendorf und Landesrettungskommandant Werner Kraut, Rotes Kreuz NÖ eröffnen das Logistikzentrum für Großunfälle und Katastrophenvorsorge NÖ Süd

Fotocredit: Gerry Frank Photography



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Mag. Sonja Kellner, Andreas Zenker, MSc., MBA
Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Niederösterreich
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