30.08.2020 14:21

Königsberger-Ludwig/Pendl/Schmoll: „Gesundheit der Bevölkerung hat oberste Priorität!“

Land NÖ und Rettungsorganisationen sind bei Bewältigung der COVID-19-Krise eingespieltes Team; fast 200.000 Testungen in NÖ, rund 32.000 Screenings und 46.000 Absonderungsbescheide in den ersten sechs Monaten der Pandemie.

Königsberger-Ludwig/Pendl/Schmoll: „Gesundheit der Bevölkerung hat oberste Priorität!“

Anlässlich einer Pressekonferenz nutzte Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig die Möglichkeit, sich bei Otto Pendl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes NÖ, und Josef Schmoll, Präsident des Roten Kreuzes NÖ, für die Zusammenarbeit und den unermüdlichen Einsatz von deren Mitarbeiter_innen zu bedanken: „Die COVID-19-Krise stellt uns aktuell vor eine noch nie da gewesene Herausforderung.
Beinahe täglich müssen unsere Rettungsorganisationen mit unterschiedlichen Situationen zurechtkommen und auf besondere Umstände reagieren! Für die bis dato geleistete Arbeit möchte ich mich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen und Zivildienern bedanken! Insgesamt wurden in Niederösterreich rund 47.500 mobile Testungen von den Rettungsorganisationen durchgeführt. Darüber hinaus wurden bei 288 freiwillige Screenings 32.277 Personen getestet.“
Für all diese Aufgaben waren die Rettungsorganisationen wichtige Partner im Kampf gegen das Virus, so Königsberger-Ludwig weiter: „Neben raschen Testungen ist es besonders wichtig auch ein optimales Contact-Tracing durchzuführen – ausgehend davon wurden in Niederösterreich 46.000 Absonderungsbescheide ausgestellt. Dafür ein „Danke“ an die Bezirksverwaltungsbehörden, die damit einen wesentlichen Anteil bei der Bekämpfung des Virus leisten.“

Die Landesrätin nannte zudem Zahlen aus Niederösterreich: Insgesamt wurden bisher rund 195.000 Testungen durchgeführt und es gibt gesamt 3.878 bestätigte positive Fälle (Stand Donnerstag, 27.8.).

„In all dieser Zeit war es für uns enorm wichtig, rasch Erkenntnisse aus den ersten Testreihen zu ziehen, um unsere Teststrategie optimal anzupassen, da auch für die kommenden Monate der Schutz der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher weiter unser größtes Ziel ist. Für den Herbst planen wir daher neue Teststraßen und sind dabei mit dem Bund abzuklären wie und ab wann wir mit Spuck- oder Gurgeltests beginnen können, um noch einfacher und rascher Tests abnehmen und auswerten zu können“, gab die Landesrätin einen Ausblick für die nächsten Wochen und Monate und appellierte auch aufgrund der veränderten Altersstruktur bei den positiv getesteten Menschen weiterhin vorsichtig zu sein und die Abstands- und Hygienerichtlinien einzuhalten: „Lag der Medianwert der positiv getesteten Menschen in den Monaten März bis Juni bei Jahrgang 1969, liegt er in den Monaten Juli und August bei 1987. Es gilt daher vorsichtig zu sein und sich bewusst zu machen, dass das Virus noch mitten unter uns ist.“

Abschließend bedankte sich Landesrätin Königsberger-Ludwig noch einmal für die gute Zusammenarbeit und die Flexibilität aller Beteiligten: „Nur im guten Miteinander haben wir es geschafft, gut durch die letzten Monate zu kommen – mit diesem Zusammenhalt werden wir auch die nächste Tag bewältigen.“  

Statement Rotes Kreuz NÖ - Präsident Josef Schmoll:
„Im Durchschnitt nehmen wir rund 300 Tests pro Tag ab – bis dato kommen wir so seit Einsatzbeginn Anfang Februar am Flughafen Wien auf ca. 50.000 Tests, die allein von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Roten Kreuzes Niederösterreich abgearbeitet werden. Wenn wir uns nur diese Tests und die damit verbundene Arbeit wie Logistik, Testungen, Stabsmitarbeiter etc. anschauen, ergibt das einen Wert von rund 120.000 Personenstunden – da ist der Transport von COVID-Verdachtsfällen noch nicht einmal mit eingerechnet“, erklärt Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Hier zeigt sich, wie wichtig die Freiwilligkeit ist, denn ohne die Leistung der Freiwilligen, wäre ein solcher Einsatz schwer zu bewerkstelligen. Wenn man die Gesamtheit der Aufgaben gekoppelt mit der Einsatzdauer betrachtet, kann man ganz klar sagen: schaffen können wir das alles nur gemeinsam – deshalb möchte ich mich an dieser Stelle beim gesamten Rotkreuz-Team aus Freiwilligen, Hauptberuflichen, Zivildienstleistenden und Teilnehmerinnen des Freiwilligen Sozialjahres – aber auch beim Land Niederösterreich, den Behörden, Labors und den anderen Organisationen bedanken, denn nur gemeinsam und in enger Zusammenarbeit können wir diese Krise meistern. Es geht nicht um Einzelleistungen sondern um ein Miteinander.“

Statement ASBÖ NÖ - Präsident Otto Pendl:
„Wir als Einsatzorganisationen sind in dieser Pandemie extrem gefordert“, so Samariterbund Präsident Otto Pendl. „Wir werden auch in den nächsten Monaten die Maßnahmen weiter aufrechterhalten. Wir sind dafür, auch wenn es eine Herausforderung ist, gut aufgestellt! Unsere Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen und Zivildiener sind mit vollem Einsatz seit Beginn der Krise bereit, den Menschen in Niederösterreich zu helfen und für ihre Gesundheit zu sorgen! Dafür möchte ich allen unseren Mitarbeitern, Zivildienern und Ehrenamtlichen herzlich für ihren Einsatz danken!“, so Pendl.



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Mag. Sonja Kellner, PhDr. Andreas Zenker, MSc., MBA
Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Niederösterreich
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