21.04.2019 11:35

Rotes Kreuz Bezirk Krems: Einführung des Bezirkseinsatzleiters

Rotes Kreuz Bezirk Krems: Einführung des Bezirkseinsatzleiters

Mit 1. April 2019 startet im politischen Bezirk Krems und der Statutarstadt Krems die Einführung des Bezirkseinsatzleiters (BEL). Künftig ergänzt der Rotkreuz-Bezirkseinsatzleiter bei schwierigen Einsätzen das Rettungsteam vor Ort. „Die organisatorischen Anforderungen am Einsatzort erfordern zunehmend rasches Handeln und Führen – gleichzeitig ist es aber die eigentliche Aufgabe der Sanitäter, sich um die Versorgung der Verletzten zu kümmern“, erklärt Bezirkskommandant ORR Bernhard Wenninger vom Roten Kreuz. „Ziel ist es, durch den Bezirkseinsatzleiter eine gut geschulte Führungskraft vor Ort zu haben, die diese zusätzlichen Aufgaben übernimmt.“

 

„Aufgabe des Bezirkseinsatzleiters ist es, sich um alle organisatorischen Anforderungen, wie zum Beispiel das Kommunizieren mit anderen Einsatzorganisationen oder die laufende Lageberichterstattung zu kümmern. Bisher wurden diese Aufgaben von den Rettungskräften zusätzlich übernommen, jetzt soll der Bezirkseinsatzleiter die Teams vor Ort weiter verstärken.“ erläutert Wenninger.


In der Stadt Krems und dem Bezirk Krems wird der Rotkreuz-Bezirkseinsatzleiter gemeinsam von den Bezirksstellen Krems und Langenlois betrieben. In bestem Einvernehmen werden aus beiden Dienststellen Führungskräfte auf den drei Fahrzeugen eingesetzt. Tagsüber kommt der Bezirkseinsatzleiter aus den Reihen der Hauptberuflichen Rotkreuz-Mitarbeiter/innen, in der Nacht und am Wochenende rücken Freiwillige mit einem allradgetriebenen Rotkreuz-Fahrzeug aus. Mit diesem Fahrzeug ist der „BEL“ jederzeit einsatzbereit und startet innerhalb von wenigen Minuten zum Notfallort – egal ob von Zuhause, vom Einkauf, vom Sport- oder Spielplatz oder der Chorprobe.

 

Der Rotkreuz-Bezirkseinsatzleiter wird bei größeren oder herausfordernden Einsätzen durch 144 Notruf Niederösterreich alarmiert und fährt mit einem eigens ausgestatteten Fahrzeug zum Einsatzort. Er kümmert sich um die Kommunikation mit der Leitstelle und den anderen Einsatzorganisationen wie Feuerwehr, Polizei etc., um die Nachalarmierung weiterer Kräfte und die laufenden Lagemeldungen. Zudem fordert er bei Bedarf Sondereinheiten des Roten Kreuzes an und erledigt die Einsatzdokumentation. Somit können sich die Rettungsdienst-Mitarbeiter/innen voll und ganz um die Versorgung der Betroffenen kümmern, ohne sich der organisatorischen Maßnahmen annehmen zu müssen.

 

 

socialshareprivacy info icon