06.09.2019 15:05

Verdacht auf Kohlenmonoxidvergiftung

Am 05. September wurden wir zu einem Einsatz gerufen bei dem eine Kohlenmonoxidvergiftung vermutet wurde.

Verdacht auf Kohlenmonoxidvergiftung

Dank der guten und raschen Zusammenarbeit mit der Stadtfeuerwehr Tulln konnte dieser Verdacht rasch entkräftet werden und die Patienten nach der entsprechenden Erstversorgung ins Krankenhaus gebracht werden. 

Wir möchten diesen Einsatz jedoch als Anlass nehmen um einmal mehr auf die Gefahren dieses unsichtbaren und geruchlosen Gases hinzuweisen.

VERGIFTUNGEN DURCH GASE

Sei es die Kohlendioxidvergiftung (CO2), die Kohlenmonoxidvergiftung (CO) oder Rauchgase: Eines haben die oft unterschätzen Gase gemeinsam: Sie sind unsichtbar, hochgiftig und können für den Menschen eine unerwartete und sehr schnell lebensbedrohliche Gefahr darstellen.
 

Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber vom Österreichischen Roten Kreuz warnt u.a. vor Weinkellnern, da dort durch Gärungsprozesse Kohlendioxid gebildet wird. „Bereits ab einem Anteil von acht Prozent in der Atemluft kann es zu Bewusstlosigkeit und zum Tod durch Ersticken kommen", erklärt Schreiber. "Kohlendioxid ist besonders gefährlich, weil es weder zu sehen noch zu riechen ist. In den vergangenen Jahren sind immer wieder Menschen ums Leben gekommen, weil sie die Gefahr nicht rechtzeitig bemerkt haben."

Auch die Kohlenmonoxidvergiftung ist hoch gefährlich, die leichten Erstsymptome wie Husten, Schwindel, Erbrechen, Sehstörungen und psychische Veränderungen wie Verwirrtheit werden oft bagatellisiert. Es kommt dann zur Bewusstlosigkeit bis zum Atem-Kreislauf-Stillstand.

Wenn es zu einem Unfall mit Gasen kommt, darf der Ersthelfer niemals die Gefahrenzone betreten, sondern muss immer das Eintreffen der Einsatzkräfte im Freien abwarten.

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