17.09.2018 14:04

Training für das Rote Kreuz: Kellereinsturz in Kollnbrunn!

Großeinsätze und Katastrophen sind für Einsatzkräfte immer eine besondere Herausforderung. Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, trainierte das Rote Kreuz kürzlich die Strukturen und Abläufe solcher Einsätze.

Training für das Rote Kreuz: Kellereinsturz in Kollnbrunn!

Die Kollnbrunner Kellergasse war einen ganzen Nachmittag lang Schauplatz einer groß angelegten Lernübung des Roten Kreuzes. Sanitäterinnen und Sanitäter reisten unter anderem mit Fahrzeugen aus Wolkersdorf, Mistelbach und Laa/Thaya an um an der Übung teilzunehmen. Das besondere an diesem Tag: Es wurden keine Verletzten versorgt, sondern ausschließlich mit Puppen geübt.

Rot Kreuz Bezirkskommandant Stefan Tauber erklärt: „Im Normalfall stehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei solchen Einsätzen aber auch bei Übungen zu Großunfällen unter enormen Stress. Um die Übersicht zu bewahren gibt es bestimmte Strukturen, die den reibungslosen Ablauf ermöglichen. Da die Versorgung von Patienten oft trainiert wird, haben wir uns entschlossen neue Wege in der Ausbildung zu gehen und diesmal die Abläufe in den Vordergrund zu rücken.“ Bei einem Großeinsatz werden alle Betroffenen nach der Rettung aus dem Schadensraum nach der Schwere ihrer Verletzungen beurteilt, eigenen Behandlungsstellen zugeteilt und abschließend in geeignete Zielkrankenhäuser abtransportiert. Bei einer großen Anzahl von Betroffenen stellt dies eine große logistische Herausforderung dar.

Um diese Logistik in einem Einsatz allen Übungsteilnehmern in der Praxis zu verdeutlichen, wurde die Übung mehrmals unterbrochen. In Zwischenbesprechungen wurde über den Stand des Einsatzes berichtet und die nächsten Schritte diskutiert. „Dadurch haben wir den Zeitdruck aus der Übung genommen und den Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben sich auf die Prozessabläufe zu konzentrieren“, ist Stefan Tauber nach der erstmaligen Durchführung einer Übung in dieser Art überzeugt.

Vielen Dank an das Weingut Vielnascher für die Verfügungstellung des Übungsobjekts. Fotos: RKNÖ/Barbara Schmeiser

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