10.10.2018 19:22

Das Rote Kreuz Waldviertel übte für Großschadensereignis

Das Rote Kreuz Waldviertel übte für Großschadensereignis

Das Rote Kreuz im Waldviertel, genauer gesagt die Bezirksstellen Allentsteig, Gmünd, Horn, Krems, Langenlois, Waidhofen/Thaya, Weitra und Zwettl trainierten ihre SanitäterInnen und Führungskräfte für den potentiellen Ernstfall.

Am 6. Oktober 2018 fand in Allentsteig am Truppenübungsplatz (auf der Urbanen Trainingsanlage UTA Steinbach) die Bereichsrettungsübung „LUPUS 2018“ statt. An dieser Übung nahmen 75 MitarbeiterInnen teil.

Die Übungsannahme:

Durch schwere Unwetter mit Regenschauern kollidierten ein Personenzug und ein Güterzug. Daraufhin musste ein weiterer Personenzug eine Notbremsung einleiten, bei der ebenfalls Passagiere verletzt wurden. Auf einem Lagerplatz für Baumaterialien wurden durch schwere, schon fast orkanartige Wind- bzw. Sturmböen Bauarbeiter verletzt. Ebenfalls betroffen war auch eine Wandergruppe, welche im Zuge ihrer Wanderung bei dem Lagerplatz vorbeigekommen ist. Dabei galt es, die vielen Notfälle einzuschätzen und die Versorgung von über 50 Verletzten und Betroffenen rasch sicherzustellen.

Insgesamt waren 9 schwerverletzte und 19 leichtverletzte Personen zu versorgen. Außerdem gab es 22 Unverletzte und bei 2 Personen konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Es galt einerseits den Abtransport der Verletzten zu koordinieren und zu organisieren. Aber auch unverletzte Personen, die nur über mittelschwere bis leichte Symptome klagten, waren vor allem ganzheitlich zu betreuen.

Geübt und trainiert wird bei solchen Bereichsrettungsübungen die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte der unterschiedlichsten Rot Kreuz-Dienststellen, um im Ernstfall bei einem Großschaden oder einer Katastrophe die ideale Patientenversorgung sicher zu stellen und um die im Hintergrund laufende Stabsarbeit der verschiedensten Einsatzorganisationen zu perfektionieren.

Für solch eine Übung ist es auch wichtig, dass es perfekt geschminkte Verletztendarsteller, die sogenannten Figuranten gibt. Bei der LUPUS waren es 47 geschminkte Personen, welche die Verletzten mimten und zudem schauspielerisches Talent bewiesen.

MitarbeiterInnen mit der Führungskräfteausbildung Ebene 2 haben die Möglichkeit bekommen, Führungsfunktionen zu übernehmen und ebenso auch wichtige praktische Erfahrungen zu sammeln. Dabei wurden sie von erfahrenen Offizieren mit der Führungskräfteausbildung Ebene 3 im Rahmen einer 1:1 Beobachtung begleitet. Von den Übungsbeobachtern wird neben dem taktischen Vorgehen der Einsatzkräfte vor allem auf die Zusammenarbeit der SanitäterInnen, die bei den jeweiligen Szenarien aus dem ganzen Waldviertel zusammentreffen, geachtet.

 „Für junge Führungskräfte sind solche Großschadensereignisse in Übungssituationen natürlich die ideale Möglichkeit, ihr bereits gelerntes Wissen zu vertiefen und in die Praxis umzusetzen, sowie die Kommandostruktur zu stärken und die in der Theorie erlernten Führungsverfahren zu überprüfen.“, so der Bereichsrettungskommandant des Waldviertels LRR Franz Hauer.

 

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