Generelle Gesundheitsrisiken:
Malaria: ganzjährig hohes Risiko landesweit
Es kommen diverse Infektionskrankheiten vor, die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z. B. Hepatitis A/E, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Typhus, Lambliasis, Wurmerkrankungen, Brucellose, Echinokokkose, Trichinellose).
Laut WHO gehört Uganda zu den Gelbfieber-Endemiegebieten.
Durch die Sandmücke wird die kutane und viszerale Leishmaniase übertragen. Von April bis Oktober besteht ein erhöhtes Risiko für das Phlebotomus-Fieber. Besonders bei Aufenthalten mit erhöhtem Expositionsrisiko sollte man an die von Zecken übertragenen Krankheiten Zecke-Rückfall-Fieber und das Krim-Kongo hämorrhaghische Fieber (CCHF) denken.
Es gibt viele durch Arthropoden übertragene Krankheiten: lymphatische Filariose, Loa-Loa, Onchozerkose, Gelbfieber, O’nyong-nyong, Rift-Valley Fieber, West-Nile Fieber, Chikungunya, Schlafkrankheit und Pest. Von Dezember bis Mai besteht ein erhöhtes Risiko für Meningokokken-Meningitis. Durch das Einatmen von Staub, der Sporen des Pilzes Histoplasma capsulatum enthält, kann es zur Histoplasmose kommen.
In stehenden und langsam fließenden Gewässern besteht die Ansteckungsgefahr mit Bilharziose. 

 

 

Weitere Infektionsrisiken:
Hepatitis B,C, Tollwut, Milzbrand und venerische Erkrankungen.
HIV/AIDS kann, wie andernorts, eine Gefahr für alle diejenigen darstellen, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können dann ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen.
Das hämorrhagische Ebola-Fieber (EHF) ist in Uganda endemisch und ist zuletzt im August / September 2012 der Provinz Kibaale mit etlichen Todesfällen, sowie Anfang Mai 2011 im Bombo-Distrikt, unweit von Kampala, aufgetreten. Aus der Provinz Kabaale wurden Fälle des tödlichen und hochansteckenden Marburg Fiebers mit Todesfällen gemeldet. Da derartige Epidemien lokal immer wieder auftreten, sollten Reisende in betroffene Distrikte (außerhalb der Hauptstadt) besondere Vorsicht walten lassen und insbesondere auf entsprechende Hygienemaßnahmen und die Vermeidung von physischem Kontakt zu möglicherweise erkrankten Personen achten.

 

 

Vorsorgemaßnahmen:
Viele Infektionskrankheiten und zum Teil gefährliche Durchfälle können durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) sowie durchgehenden Mückenschutz (angepasste Kleidung, Verwendung von mückenabweisenden Hautmitteln, möglicherweise Moskitonetzen oder Ähnlichem) vermieden werden. Für eine medikamentöse Malaria-Prophylaxe sind unterschiedliche verschreibungspflichtige Medikamente wie Malarone, Doxycyclin oder Lariam im Handel. Ungeschützte Sexualkontakte, Verwenden von unsterilen Nadeln und Spritzen sowie der Erhalt von Bluttransfusionen sollen vermieden werden. Empfohlene Impfungen sollen durchführt werden.
Schwimmen oder Waten in stehenden oder langsam fließenden Gewässern ist wegen akuter Ansteckungsgefahr mit Bilharziose strikt zu vermeiden.

 

 

Empfohlene Impfungen:
Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben
Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten 6 Tage vor Einreise) in einem Gelbfieber-Endemiegebiet wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr).
Auch erforderlich bei Zwischenstopp oder Umstieg (Transitverkehr), der länger als 12 Stunden dauert, durch ein von der WHO als Gelbfieberendemiegebiet deklariertes Land.
Generell: Standardimpfungen nach dem österreichischen Impfplan, spez. Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Polio, Masern, Hepatitis A.
Je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen im Lande außerdem zu erwägen

Cholera bei Reisebedingung 1  
Polio bei Reisebedingung 1   
Typhus bei Reisebedingung 1   
Hepatitis B (a) und bei Reisebedingung 1   
Tollwut (b) und bei Reisebedingung 1   
Meningitis (c) sowie bei Reisebedingung 1 
  
(a) bei Langzeitaufenthalten u. engerem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
(b) bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren
(c) nur bei engerem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, vorw. in der Trockenzeit
April - Oktober, nur bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition im SW und in Turku, den vorgelagerten Inseln, Aland-Inseln

 

Reisebedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich
Reisebedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)
Reisebedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)

 

 

Sperren:
Region: Dauer:
Landesweit 6 Monate

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