Der 2. Weltkrieg und Wiederaufbau (1938-1966)

Bereits 1938 wurde das Österreichische Rote Kreuz in das Deutsche Rote Kreuz eingegliedert.

 

Die schwere Zeit der Kriegsjahre waren auch für das Rote Kreuz herausfordernd und arbeitsreich. Es fehlte überall an Personal und Material. Im Bezirk waren Rot Kreuz MitarbeiterInnen an den Dienststellen in Braunau und Mattighofen, sowie im Kriegslazarett in Mauerkirchen tätig. So waren im Entlassungslager im Raum Mauerkirchen - Uttendorf 194.888 Soldaten mit Lebensmittel, Wäsche, Verbandmaterial und Medikamenten zu versorgen. Weiters wurden rund 20.000 Flüchtlinge durchgeschleust.

Als 1945 flüchtende Menschen herumirrten und nicht wussten, woher sie ein Stück Brot nehmen sollten, ist das Rote Kreuz vielen Tausend Rettung vor dem Hunger gewesen.

 

1945 konstituierte sich das Österreichische Rote Kreuz neu.

 

Zu den Ortsstellen Braunau, Mauerkirchen und Mattighofen wurden 1946 die Ortsstellen Altheim und Hochburg-Ach gegründet.

1947 kamen die Ortsstellen Mining, Munderfing und Uttendorf dazu. Aus diesem Jahr gibt es auch die ersten Aufzeichnungen zum Jugendrotkreuz. Heute ist es in allen Pflichtschulen fix verankert.

1948 Gründung der Ortsstellen Aspach, Überackern, Ostermiething, Ranshofen und Weng

 

Neben Krankentransport und Hauskrankenpflege war die Betreuung der Flüchtlinge und Heimkehrer in dieser Zeit eine der Hauptaufgaben.

 

Im Jahresbericht von 1947 und 1948 wird erwähnt:

"Die Bezirksorganisation umfasst 13 Ortsstellen und 13 Landstrassenrettungsstellen, 1066 Mitglieder, 64 ehrenamtliche Helfer und nur 9 hauptamtliche Angestellte."

weiters:

"4.000 Krankentransport und 15.700 Personen befürsorgt - das sind 20 Prozent der Bevölkerung. 7.300 Lebensmittelpakete und 4.000 gratis Essensportionen verteilt."

 

1955 wurde der Neubau des Rotkreuzheimes in Braunau beschlossen.

Am 25. Mai 1957 wurde der Bau in der Jubiläumsstraße 6 vom Präsidenten des Landesverbandes OÖ Dr. Schweitzer, dem Landesgeschäftsführer Ludwig Lahr und Bezirksstellenleiter Dr. Franz Gallnbrunner eröffnet. Baukosten: ÖS 600.000,-

 

 

Eröffnung Ortsstelle Braunau
Ortsstelle Braunau

1956 wurde die Ortsstelle St. Pantaleon gegründet.

 

Auch die Fahrzeuge wurden moderner, 1957 kam das erste Fahrzeug mit blauer Rundumleuchte.

 

 

Einsatzfahrzeug

1959 wurde eine aus acht Gruppen bestehende Bezirks-Katastrophenkolonne gegründet und im Jahr 1962 am Höllerersee durch eine Wasserrettung erweitert.

 

In den Jahren 1961 bis 1996 wurde der Blutspendedienst in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Braunau betrieben, seither nur mehr zentral von Linz aus.

 

1966 wurde der Funkbetrieb mit einer Fixstation in Braunau und vier mobilen Fahrzeugstationen aufgenommen - eine wesentliche Verbesserung für die Transportabwicklung.

 

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