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Der Besuchsdienst des Roten Kreuzes Menschlichkeit gegen Vereinsamung

 

Was ist der Besuchsdienst?

Der freiwillige Besuchsdienst des Roten Kreuzes ergänzt bei Bedarf das familiäre Unterstützungsnetz.Die Gewissheit, nicht alleine zu sein, jemanden zu haben der sich Zeit nimmt zum Vorlesen, Spazieren gehen oder einfach zum Plaudern, ist für die Betroffenen von immenser Bedeutung. Dieser Dienst ist aber auch als Entlastung für das pflegende Umfeld gedacht, die ihre Angehörigen für ein paar Stunden in die liebevolle Betreuung von kompetenten MitarbeiterInnen geben können.

 

Ein Kartenspiel, ein Besuch in einem Kaufhaus, ein Spaziergang durch die schöne Winterlandschaft oder mal wieder was aus der Zeitung zu erfahren, alles Erlebnisse, die für einsame und alte Menschen nicht mehr zur Selbstverständlichkeit gehören.

 

Die Enkel studieren in Wien, die Tochter arbeitet und der Sohn ist neben seiner Arbeit auch noch stark engagiert. Durch die Entfernung zur Mutter, zum Opa, zur Tante oder zur alten Freundin geht sich ein Besuch nur alle paar Wochen aus. Die Nachbarn kümmern sich zwar um das Wichtigste, haben aber auch nur beschränkte Zeit zur Verfügung.

 

Oft sind betagte Menschen sehr einsam, da sie teils durch körperliche Einschränkungen in ihrem Tatendrang gehemmt sind und zu ihren Mitmenschen wenig Kontakt pflegen können.

 

Situationen, die immer häufiger anzutreffen sind, und exakt hier will der Besuchsdienst des Roten Kreuzes ansetzen und unterstützend einspringen.

 

Freiwillige Mitarbeiter des Roten Kreuzes, die in der Nähe der zu Besuchenden wohnen, werden vom Roten Kreuz auf deren Anforderung vermittelt. Um den Besuchsdienstmitarbeiter als auch die Klienten zu schützen, erhalten die Besuchsdienstmitarbeiter vom Roten Kreuz eine Einführungsausbildung, die dafür sorgt, dass die Mitarbeiter nicht überlastet oder ausgenützt werden und dass die Besuchten nicht mit etwas beglückt werden, was diese gar nicht haben wollen. Die wenigen, aber wichtigen Punkte die dabei zu beachten sind, aber auch das rechtliche Umfeld werden in der Einführungsausbildung behandelt.

 

Aktivitäten wie Vorlesen, Kartenspielen oder Feiern organisieren sollen Menschen vor der Einsamkeit in den eigenen vier Wänden bewahren. Im Vordergrund stehen die gemeinsamen Gespräche und das Zuhören. Selbstverständlich unterliegen unsere BesuchsdienstmitarbeiterInnen der Schweigepflicht.So entsteht oft eine sehr persönliche und freundschaftliche Beziehung. Für viele der betreuten Personen sind diese Besuche der einzige regelmäßige Kontakt zur Außenwelt.

 

Für das flächendeckende Service im Versorgungsbereich der 12 Gemeinden des Bezirkes Eferding sowie für Wilhering und Kirchberg-Thening werden laufend freiwillige Mitarbeiter gesucht. Voraussetzung für die Tätigkeit sind Menschlichkeit, Herzenswärme und Lebenserfahrung. Sie bringen soziales Engagement und Verständnis für ältere und manchmal auch kranke Menschen mit, wollen die eine oder andere Stunde Ihrer Zeit jemandem schenken, dann sind Sie beim Besuchsdienst des Roten Kreuzes genau richtig.

 

Positives Feedback und die Anerkennung von Besuchten und auch von deren Angehörigen sind der Dank an die MitarbeiterInnen und der Ansporn für den freiwilligen Einsatz.

 

Was ist der Besuchsdienst NICHT:

Hauskrankenpflege, Altenhilfe, Heimhilfe, Reinigungskraft, 24-Stunden-Betreuung

 

Was kostet der Besuchsdienst:

Der Besuchsdienst funktioniert ausschließlich auf der Basis freiwilliger Rot-Kreuz-Mitarbeiter und ist daher vollkommen kostenlos.Wenn größere Anfahrtsstrecken anfallen, weil in der Umgebung kein freier Besuchsdienstmitarbeiter zur Verfügung steht, dann wird der Betreute ersucht, dem Mitarbeiter die Fahrtkosten zu ersetzen.

 

Wie lange und wie oft kann der Besuchsdienst in Anspruch genommen werden?

Die Besuche werden immer im Einvernehmen nach den Wünschen des zu Besuchenden und nach den Möglichkeiten des Besuchsdienstmitarbeiters vereinbart und daher gibt es keine fixen Vorgaben. Die Klienten können jederzeit ohne Begründung den Besuchsdienst beenden oder einen Besuchsdienstmitarbeiter ablehnen. Dasselbe steht natürlich auch den freiwilligen Mitarbeitern in gleicher Weise zu. Da es sich um einen ausschließlich freiwilligen Dienst handelt, können wir die Erfüllung aller Anforderungen nicht garantieren, werden aber unser Bestmögliches versuchen.

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