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Peter Nimmervoll, Ernst Pils, Silvia Hörschläger, Gabriele Stitz, Regina Lencuk und Rudolf Brettbacher
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v. l. n. r.: Hermann Hackl, Sanitäter, Arzt, Dr. Herbert Witzany
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Zwischen Präsident Dr. Starzer und Vizepräsident Pallwein-Prettner unser Rudi Brettbacher

Es war wieder Wahljahr! Am Montag, dem 30. Jänner fanden die Neuwahlen statt. Als Nachfolger des bisherigen Ortsstellenleiters Dir. Oswald Klinger, der sein Amt zurücklegte, wurde Herr Konrad Dollhäubl gewählt. Seine beiden Stellvertreter wurden Gottfried Schwabegger und Rudolf Brettbacher. Aus den 14 Kandidaten, wurden sechs Mitarbeiter als Beiräte gewählt:

  • Ortsstellenleiter: Konrad Dollhäubl - 51 Stimmen
  • Ortsstellenleiterstellvertreter: Rudolf Brettbacher - 57 Stimmen
  • Gottfried Schwabegger - 47 Stimmen
  • Jugendrotkreuz: Werner Neuhauser
  • Rot-Kreuz Arzt: Dr. Richard Schadenböck
  • Beiräte:

    • Silvia Hörschläger - 40 Stimmen
    • Rosemarie Mahr - 45 Stimmen
    • Ernst Kerschbaummayr - 34 Stimmen
    • Rudolf Lehner - 35 Stimmen
    • Alfred Oberögger - 38 Stimmen
    • Fritz Hörtenhuber - 52 Stimmen

 

Insgesamt wurden 62 Stimmen abgegeben.

 

Die erste Tätigkeit des neuen Ausschusses war die Dienststellenversammlung am 2. Februar im Gasthaus Ragailler. Vizepräsident Leo Pallwein-Prettner, Bezirkssekretär Leo Pochlatko und Kommandanten der FF nahmen teil.

 

Bürgermeister Ing. Hackl überreichte uns als Anerkennung für die Leistungen der Dienststelle eine Schaufeltrage. Damit waren alle vier Autos mit diesem wichtigen Bergegerät ausgestattet.


Bei der Ausschußsitzung am 14. Februar wurden die Kompetenzbereiche aufgeteilt:

  • Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, innere Organisation: K. Dollhäubl, R. Mahr, R. Lehner, E. Kerschbaummayr
  • Schulung, ärztliche Versorgung, JRK: Dr. Schadenböck, S. Hörschläger, R. Brettbacher, W. Neuhauser
  • KHD, Gerätschaften, Bekleidung: A. Oberögger, F. Hörtenhuber, G. Schwabegger
  • Personal: gesamter Ausschuß

 

Ein gemeinsames Einsatzzentrum mit der FF wurde erstmals ins Gespräch gebracht. Die Realisierung dieses Projektes wird aber noch geraume Zeit in Anspruch nehmen.

 

Am 17. Februar wurde der RK Ball im Gasthaus Ragailler veranstaltet. Der Besuch hätte dieses Jahr durchaus besser sein können; mit der Ballatmosphäre konnten wir aber auf alle Fälle zufrieden sein.

Unsere Mitarbeiterin Frau Dollhäubl war immer bestrebt, daß die Gemütlichkeit erhalten blieb: darum organisierte sie im Gasthaus Leimhofer in Luftenberg ein Körberlessen.

 

In Bezug auf die Bewerbe begann das Jahr am 15. April mit dem Hausruckviertler Bewerb in Eferding. Beide Gruppen aus St. Georgen erreichten dabei das Leistungsabzeichen in Silber. Für den 22. April wurde in Freistadt eine Strahlenschutznachübung abgehalten.

 

Im Zuge des Jubiläums 300 Jahre erweitertes Marktrecht von St. Georgen/G. hatten wir am selben Wochenende am 23. April einen Tag der offenen Tür. Dabei wurden die Ziele und Leistungen des Roten Kreuzes präsentiert.

 

Alle vier Bewerbsgruppen aus St. Georgen sicherten sich am 6. Mai beim Mühlviertler Bewerb in Rohrbach das Bronzene Leistungsabzeichen. Dadurch, daß am 20. Mai beim Landesbewerb in Leonding auch zwei St. Georgener Gruppen das Leistungsabzeichen in Bronze und Silber gewannen, dankte die Bezirksstelle Perg den Gruppen aus St. Georgen besonders für ihre Tätigkeit.

 

Der Erfolg der intensiven Übungstätigkeit in der Ortsstelle schlug sich auch in der Teilnahme bei der dritten Ersten Hilfe Europameisterschaft in Naarden/Holland von 15. bis 18. Juni nieder. Unsere Gruppe, bestehend aus Kommandant Rudolf Brettbacher, Silvia Hörschläger, Regina Lencuk, Gabriele Stitz, Peter Nimmervoll und Ernst Pils, vertrat Österreich. Bereits am Vorstellungsabend am Vorabend des Bewerbes konnten sie mit typisch österreichischen Volkstänzen - dem Holzhackermarsch und dem Zillertaler Hochzeitsmarsch - viel Sympathie gewinnen. Am Bewerbstag stellten sich die Teilnehmer aus 16 Nationen einer internationalen Jury. Auch Königin Beatrix ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmer persönlich zu begrüßen. Bei dieser Gelegenheit konnte Gabriele Stitz das Gastgeschenk der Marktgemeinde St. Georgen/G. der Königin überreichen. Die Siegerehrung fand am späten Nachmittag in der Kathedrale von Naarden statt. Nachdem die teilnehmenden Gruppen in umgekehrter Reihenfolge nach ihren Platzierungen aufgerufen wurden, stieg nicht nur für unsere Gruppe, sondern auch für die zahlreichen "Schlachtenbummler" die Spannung von Minute zu Minute. Endlich stand es fest: Der Europameistertitel des Jahres 1989 ging an die Gruppe von St. Georgen/G. Durch die Tatsache, daß vorher noch nie der Europameistertitel nach Österreich gebracht werden konnte, waren und sind natürlich nicht nur wir sehr stolz auf unsere Gruppe: Herzliche Gratulation! Den frisch gebackenen Europameistern wurde von den daheimgebliebenen Kollegen und der Bevölkerung, allen voran Bürgermeister Ing. Hackl, ein herzlicher Empfang bereitet. In kürzester Zeit wurde die Musikkapelle organisiert. Wir standen Spalier, als der Autobus in St. Georgen eintraf und begleiteten die frisch gebackene Europameister zur Dienststelle. Die siegreiche Mannschaft bekam ein lebendes Ferkel mit der Aufforderung, den großen Erfolg zu einem späteren Zeitpunkt gebührend zu feiern. Am 6. Juli wurden die Europameister bei Landeshauptmann Dr. Ratzenböck eingeladen, damit er ihnen auch von Seite des Landes Oberösterreich gratulieren konnte.

 

Im Rahmen des Marktfestes gab es am 2. September am Sportplatz von St. Georgen eine große Schauübung, bei der auch die FF St. Georgen und der Rettungshubschrauber "Martin II" zum Einsatz kamen. Angenommen wurde eine Buskarambolage mit einem PKW. Es wäre fast ein tragisches Unglück geworden, da Klaus Kobilka von der FF St. Georgen nicht rechtzeitig aus dem dann wirklich brennenden Bus gerettet werden konnte. Im letzten Moment bargen ihn die Rettungsmannschaften aus der Gefahrenzone.

 

Anläßlich der Öffnung der Grenzen der Ostblockländer und im Besonderen die der Deutschen Demokratischen Republik flüchteten sehr viele DDR Bürgern über Ungarn in die BRD. Das Deutsche Rote Kreuz organisierte Busse, damit die Flüchtlinge von Budapest durch Österreich nach Deutschland gebracht werden konnten. Von unserer Dienststelle stellten sich K. Dollhäubl, R. Brettbacher, H. Hackl und G. Lindner zur Verfügung. Sie begleiteten die Busse bis an ihren Bestimmungsort in der BRD.

 

Am 16. September fuhren 48 Mitarbeiter beim Rot-Kreuz Ausflug nach Alland, zur Seegrotte in Hinterbrühl und nach Wien mit. Nach dem Mittagessen in Klosterneuburg besichtigten wir die Burg Kreuzenstein. Heimwärts ging es dann über Spitz, wo der Tag gemütlich ausklang. Ernst Kerschbaummayr wurde wieder großer Dank ausgesprochen, da er die Fahrt wieder sehr gut organisiert hatte.

 

Nun war es so weit: Beim Sperlbauer wurde am 14. Oktober zum Spanferkelessen eingeladen. Unter den vielen Anwesenden war auch Dr. Eibl, der anläßlich der Geburt seines Sohnes ein Faß Bier spendete. Als Dank wurde ihm ein kleines Präsent überreicht. Unsere langjährige Mitarbeiterin Frau Johanna Bernreiter feierte in diesem Jahr ihre 50jährige Zugehörigkeit zum Roten Kreuz. Auch ihr wurde ein Ehrengeschenk übergeben und größter Dank und Anerkennung ausgesprochen.

 

Auch heuer organisierte wieder Frau Dollhäubl die Nikolausfeier im Gasthaus Panholzer. Es gab ein zünftiges Knödelessen mit Speck-, Grammel- und Hackknödeln.

 

Dieses Jahr schloß Rudolf Brettbacher gemeinsam mit 40 anderen Rot Kreuz - Mitarbeitern seine Offiziersausbildung ab.

 

Neue Mitarbeiter: Doris Aichinger, Susanne Angerer, Ernst Brandstetter, Uwe Herbe, Anton Hochreiter, Bettina Katteneder, Karl Kern, Eva Meidl, Manfred Michlmayr, Helene Mühlberger, Thomas Öhlinger, Stefan Pirker, Gertrude Riener, Harald Schatz, Nikolaus Schneider, Viktor Günther Schönberger, Claudia Sonnleitner

 

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