26.01.2018 19:00

Rückblick auf das Jahr 2017

Keine Zeit zum Rasten blieb dem Roten Kreuz St. Georgen/Gusen im Jahr 2017. Über 7.000 Einsätze im Rettungsdienst und boomende Nachfrage in allen anderen Diensten hielten die Helferinnen und Helfer auf vollem Trab. Besonders erfreulich: Der große Mitarbeiterzuwachs und begeisterte Jugendrotkreuzler sorgen für eine motivierende Zukunftsperspektive im heurigen Jubiläumsjahr, das im Juni ausgiebig gefeiert werden wird.

Rückblick auf das Jahr 2017

Einmal mehr beeindruckte der multimedial präsentierte Jahresreport der Ortsstelle die zahlreichen Bürgermeister und Gemeindevertreter aus den versorgten Gebieten und die Delegationen der befreundeten Einsatzorganisationen. Mit insgesamt 65.467 Einsatzstunden – gleich um 2.433 mehr als 2016 – stellte die St. Georgener Rotkreuzstelle einen neuen Rekord auf. Fast 42.323 Stunden, also rund 2/3, haben Freiwillige ihren Mitmenschen geschenkt.

Rekordzahl an Einsätzen und Aktiven 

70 Einsätze mehr als 2016 – konkret 7.037 Ausfahrten – leistete der Rettungsdienst, in dem 209 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv sind. Vier Fahrzeuge tagsüber und zwei bis drei in der Nacht sind in den Gemeinden St. Georgen, Luftenberg, Langenstein, Katsdorf und Ried 365 Tage im Jahr unterwegs. Bis zu 30 Einsätze fallen an manchen Tagen an. Eine Herausforderung, welche die Ortsstelle annimmt: Dank engagierter Freiwilligenarbeit und einer kreativen Kampagne steigerten die St. Georgener im Vorjahr den Mitarbeiterstand gleich um 42 Frauen und Männer jeden Alters und toppten das Rekordergebnis von 2016 gleich nochmals  um 12%. Nunmehr 342(!) Aktive aller Sparten auf einer mittelgroßen Rotkreuzstelle wie St.Georgen/Gusen sind ein beeindruckendes Zeugnis menschlicher Hilfsbereitschaft.

Soziale Dienste und Essen auf Rädern stark nachgefragt

19.354 Portionen hat das St. Georgener Essen auf Rädern-Team im Vorjahr mit zwei Fahrzeugen ausgeliefert, rund 4.468 Essen steuerten zusätzlich die Kollegen im Stützpunkt Katsdorf bei. Zusammen brachten es die Teams bei diesen Einsätzen auf rund 31.500 Kilometer. In den 23 Jahren des Bestehens der Sparte ist der Bedarf von Jahr zu Jahr gewachsen, alle Zustellrayone sind voll ausgelastet. Der ausschließlich von Freiwilligen getragene Besuchsdienst nahm sich 571 Stunden Zeit für 243 Hausbesuche bei gebrechlichen und vereinsamten Mitbürgern. Ebenso stark gefragt war der mobile Sozialmarkt, der mittlerweile 90 Bezugsberechtigte aufweist und mit diesem Angebot einkommensschwache und bedürftige Landsleute im St. Georgener Rotkreuzrayon günstig mit gespendeten Lebensmitteln versorgt. Auch dafür haben Freiwillige 254 Stunden eingebracht. Praktisch permanent gefordert ist das Hilfs- und Beratungsangebot des bei RK St. Georgen untergebrachten Sozialmedizinischen Beratungsstützpunktes: Pflege- und betreuungsbedürftige Angehörige, Probleme mit Einkommen, Wohnung und Arbeitsplatz – eine alternde und sozial immer kälter werdende Gesellschaft braucht immer mehr Unterstützung, die sich in einer rapide wachsenden Zahl von Hilfeersuchen drastisch ausdrückt.

Jugendarbeit erfolgreich intensiviert.

Um diese großartige Bilanz der Menschlichkeit auch zukünftig zu sichern, wurde ab Mitte 2016 verstärkt in die Jugendarbeit investiert. In 620 Stunden verantwortungsvoller und mit vollem Einsatz erbrachter Freiwilligenarbeit hat das junge Betreuerteam dann 2017 eine perfekte Wohlfühlstruktur für junge Menschen geschaffen. Nicht weniger als 41 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren bilden mittlerweile in drei Altersgruppen ein wichtiges Reservoir für die Hilfe in der Zukunft. Der Zulauf ist ungebrochen, die ersten der ältesten Gruppenmitglieder machen mittlerweile bereits die Sanitätsausbildung.  

Erfolgreiche Innovationsprojekte 

Mit der Leseförderung für leseschwache Volksschüler, finanziert aus dem Erlös des jährlichen Charity-Golfturniers, waren die St.Georgener in einem weiteren Bereich Pioniere. Nach erfolgreichem Pilotprojektstart haben nun mittlerweile sieben freiwillige Lesecoaches die Ausbildung absolviert. Für 15 sozial- und leseschwache Kinder aus drei Volksschulen gestalteten sie in 208 investierten Stunden einfühlsam und lustig gestaltete Einzel- und Kleingruppencoachings und haben so ihre Schützlinge beim Erwerb dieser so wichtigen Kompetenz mit großem Erfolg begleitet.

Vertieft wurde eine rotkreuzinterne Innovationspartnerschaft mit Kollegen der RK-Ortsstelle Traun. Diese profitierten vom St.Georgener Know-How in der Freiwilligengewinnung, umgekehrt haben sie mehrere Konzepte für die Qualitätssicherung im täglichen Dienstbetrieb bei RK St. Georgen beigesteuert. Im Dezember startete zudem auf der Ortsstelle mit dem „Club7“ ein kreatives Mitarbeiterbindungsprojekt, das den langfristigen aktiven Verbleib der gewonnenen Freiwilligen nachhaltig sichern hilft.

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