28.12.2018 17:25

Jahresrückblick 2018

Das heurige Rotkreuz-Jahr war ein ereignisreiches. Hier ein paar aussagekräftige Zahlen, die für das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen, die tagtäglich im Bezirk Perg „Aus Liebe zum Menschen“ handeln:

Jahresrückblick 2018
  • Der Rettungs- und Krankentransportdienst verzeichnete im Jahr 2018 rund 30.000 Patienten – ein starker Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
  • Der Notarztdienst kam bis Jahresende auf 1.200 Einsätze – eine etwas geringere Anzahl als im Jahr zuvor.
  • 1.792 Menschen erhielten 2018 eine Ausbildung in Erster Hilfe.
  • Bei Essen auf Rädern wurden heuer 101.000 warme Mahlzeiten (so viel wie noch nie) insgesamt 603 Klienten überbracht.
  • Im Rotkreuz-Markt in Perg und im Mobilen Rotkreuz-Markt, der 13 Gemeinden anfährt, wurde 2018 rund 9.200 Mal eingekauft.

 

Einige wichtige Ereignisse aus dem Jahr 2018 im Detail:

  • First-Responder-System für die Rechberger
    Die Gemeinde Rechberg und das Rote Kreuz starten mit März 2018 ein richtungsweisendes Projekt, das für die Bevölkerung des Naturpark-Ortes einen deutlichen Zu-wachs an Sicherheit und Lebensqualität bringt: Von der Rettungsleitstelle werden bei Notfällen parallel zu Rettungsmitteln aus dem regulären Betrieb ortsansässige erfahrene Rettungssanitäter als sogenannte „First Responder“ (Erstversorger) zu den Patienten entsandt. Dadurch kann das versorgungsfreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, das aufgrund der geografischen Lage im Bezirk oft überdurchschnittlich lang ist, erheblich verkürzt und mit professioneller Hilfe überbrückt werden. Die Projektidee lieferten Rechberger und Rotes Kreuz gemeinsam.
  • Erste-Hilfe-Botschafter werben für „Einfach helfen“
    80 Prozent aller Unfälle geschehen nicht auf der Straße, sondern im persönlichen Umfeld, meistens sogar in der eigenen Wohnung: über 50.000 solcher Haushaltsunfälle passierten letztes Jahr in OÖ. Gemeinsam mit 15 frisch gebackenen Erste-Hilfe-Botschaftern (z. B. dem Schwimmer David Brandl) warb das Rote Kreuz im März für kompakte 4-Stunden-Kurse an 2 Abenden, bei denen das Erste-Hilfe-Wissen vor allem in der Praxis auf den neuesten Stand gebracht werden konnte. Bei den Themen Notruf, Bewusstlosigkeit, Atem-Kreislaufstillstand, Blutstillungsmaßnahmen, Verbände etc. wurden so an die 100 neue Ersthelfer ausgebildet, die das Notfall-Kompetenzniveau unseres Bezirkes deutlich anheben.

  • Jugendrotkreuz-Gruppe aus Pabneukirchen ist Bundessieger
    Einen phänomenalen Erfolgslauf legten die von Katharina Lacko betreuten Schüler der NMS Pabneukirchen bei diversen Erste-Hilfe-Bewerben hin: Nachdem sie beim Bezirksbewerb hinter Perg noch den 2. Platz (ex aequo mit Mauthausen) belegt hatten, lief es auf Landesebene bestens: Am 17. Mai errangen die Kids aus dem Holzmarkt – wieder punktegleich mit Mauthausen – in Gurten im Innviertel den 1. Platz. Damit durften sie, wie auch die Teams aus der NMS Mauthausen und aus der eben-falls gut platzierten NMS Schwertberg, zum Bundesbewerb, der am 30. Mai am Malt-schacher See in Kärnten stattfand. Dort schafften die jungen Pabneukirchener die Sensation: Sie holten – wie die bereits die Naarner zwei Jahre zuvor – den Erste-Hilfe-Bundestitel! Es scheint talentierter Rotkreuz-Nachwuchs heranzuwachsen.

  • Ortsstelle St. Georgen/Gusen feiert 50-jähriges Jubiläum
    Am 22. Juni platzte der Aktivpark 4222 aus allen Nähten: In einer feierlichen Gala beging die Rotkreuz-Ortsstelle St. Georgen/Gusen ihren 50. Geburtstag. „Ein besonderer Abend, den man nicht so schnell vergisst!“, waren sich die Besucher des Fest-abends einig. In einer Zeitreise wurde die Entwicklung hin zur großen und dynamischen Dienststelle sicht- und spürbar gemacht … Auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Johann Hattmannsdorfer startete am 1. Jänner 1968 mit 42 Mitarbeitern der offizielle Dienstbetrieb. Ein halbes Jahrhundert später zählt die Ortsstelle 317 Kol-legen, die in zahlreichen Sparten ihr Herzblut geben, und für die Menschen in den Gemeinden St. Georgen, Luftenberg, Langenstein, Ried/Riedmark und darüber hin-aus da sind.

  • Neue Dienststelle Schwertberg eröffnet
    Seit Anfang Juni logieren die Rotkreuz Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem großzügigen, funktionalen Haus verkehrsgünstig am Südring. Am 2. September wurde der Neubau in einem Festakt offiziell seiner Bestimmung übergeben. Ortsstellenleiterin und Hausherrin Karin Kammerer bedankte sich dabei bei „ihren“ 160 Mitarbeitern, die den Umzug und die Inbesitznahme des neuen Vereinsdomizils – geplant von Gerald Steiner – bravourös gemeistert haben. Mit Blick auf Oberösterreich kam Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander in ihrer Rede zu einem klaren Urteil: „Oh-ne die Freiwilligen und Beruflichen vom Rotem Kreuz gäbe es bei uns keine Gesundheitsversorgung. Darum nehmen wir vom Land gerne Geld in die Hand, um wie hier in Schwertberg optimale Rahmenbedingungen zu schaffen – für erfolgreiche Einsätze und ein ebensolches Vereinsleben, das letztlich die Basis von allem ist.“

    Eine der ersten Veranstaltungen im neuen Domizil war „Laufend Helfen“, bei der über 800 begeistere Sportler auf einer 10-km-Runde insgesamt 6.399 Euro erliefen.

  • Neue Ära in der Rotkreuz-Leitstelle
    Seit 1. Oktober werden alle Rotkreuz-Aufträge aus unserer Region über die Leitstelle Linz-Mühlviertel disponiert. Damit verfügt der Bezirk Perg – als erster in Oberösterreich – über den Digitalfunk TETRA, der das Netzwerk der Hilfe noch effizienter macht. Die Disponenten sehen nun alle Einsatzfahrzeuge in ihrer Echtzeitbewegung am Bildschirm und können somit mit einem Blick entscheiden, welcher Wagen die kürzeste Anfahrt zu einem Notfall hat – mit kristallklarer Funkverbindung zum jeweiligen Auto. Die Leitstelle Linz-Mühlviertel ist zudem mit vier anderen zum Leitstellenverbund Oberösterreich zusammengefasst – so sind regionsübergreifende Einsätze und Großschadensereignisse leichter administrierbar. Der Anrufer, der sich mit dem Notruf 144 oder 141 (für den hausärztlichen Notdienst) an das Rote Kreuz wendet, merkt von dieser Umstellung nichts: Er spricht, wie bisher auch, mit einem kompetenten Mitarbeiter, der ihm in seiner schwierigen Lage telefonisch beisteht und für ihn oder seinen Angehörigen die bestmögliche Hilfe auf schnellstmöglichem Wege organisiert.

  • Rotkreuz-Zivildiener gesucht
    Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft und sind Teil einer aktiven Zivilgesellschaft: Jedes Jahr absolvieren mehr als 670 junge Menschen ihren Zivildienst im OÖ. Roten Kreuz, 40 davon im Bezirk Perg. Neun Monate, die Sinn machen und Zivildiener mit persönlichen Mehrwerten belohnen, die sie im Berufs- und Privatleben gewinnbringend einsetzen können. Doch die Menschen werden zuneh-mend älter, die Zahl Junger geht sukzessive zurück. „Vor allem in den Monaten April und Juni wird es daher immer schwieriger, die offenen Zivildienststellen zu besetzen“, erläutert Bezirksrettungskommandant Christian Geirhofer Anfang Dezember die Problematik. Und wenn Zivildiener fehlen, wird das österreichische Sozialsystem empfindlich teurer. Wer Interesse an einem Rotkreuz-Zivildienst in seinem Heimatbe-zirk hat, meldet sich rasch unter 07262/54444-13.

Das Rotes Kreuz ist auch in Zukunft bestrebt, getreu seinem Motto „Aus Liebe zum Menschen“ sozial schwachen und in Not geratenen Menschen zu helfen.

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