1992: Neue Bezirksstelle

 

Für die neue Bezirksstelle konnte ein geeignetes Grundstück nahe dem Krankenhaus gefunden werden. Bereits ein Jahr nach der Grundsteinlegung im Juni 1991 war der Neubau bezugsfertig. Am 26. Juni 1992 um 11.13 Uhr wurden der Notruf und die Funkanlage umgeschaltet - die neue Dienststelle war einsatzbereit! Die offizielle Einweihungsfeier fand am 11. und 12. September 1992 statt.

 

Errichtung der Bezirksstelle in der Hohenzellerstraße

1991: Die „Mobile Altenbetreuung“ (heute: Mobile Hilfe und Betreuung) wurde gegründet. Ausgebildete Altenfachbetreuerinnen sind seit dieser Zeit im Bezirk unterwegs um die Pflege und Betreuung im persönlichen Umfeld des Patienten sicher zu stellen.


1992 wurde Regierungsrat Alois Mayr zum neuen Bezirksstellenleiter gewählt.

 

Am 1. Jänner 1994  übernahm Ing. Josef Frauscher die Stelle des Bezirksgeschäftsleiters und Bezirksrettungskommandanten in Ried.

 

Am 15. August 1994 fällt in Obernberg der Startschuss für die Aktion „Essen auf Rädern“, mit drei freiwilligen Rotkreuz-Mitarbeitern.

 

Essen auf Rädern Mitarbeiter bei der Auslieferung

1995: Das Rote Kreuz Ried errichtet in Gracan, im Süden Albaniens, aus eigenen Mitteln und mit eigenen Mitarbeitern eine Ambulanzstation.

 

1997: Gründung der Ortstelle Mettmach. Eine Untersuchung des Österreichischen Bundesinstitutes für Gesundheitswesen zeigte die Notwendigkeit einer Rotkreuz-Dienststelle in Mettmach. 42 Männer und Frauen ließen sich im ersten Rettungssanitäterkurs ausbilden. Erster Ortsstellenleiter wurde Amtsleiter Franz Huber.

 

Gründungsversammlung der Ortsstelle Mettmach

1998: Gründung Betreutes Reisen. Pflegebedürftige Menschen erhalten ab sofort, dank der professeionallen Betreuung geschulter Rotkreuz-Mitarbeiter, die Gelegenheit, ihre Urlaubswünsche in die Tat umzusetzen. 

 

1998: Erstmals vertritt eine Bewerbsgruppe aus Ried das Bundesland OÖ beim Sanitätshilfe-Bundesbewerb. Ried belegt bei diesem anspruchsvollen Bewerb in Radstatt den fünften Platz aus achtzehn teilnehmenden Gruppen.

 

1999: Die Rettungsleitstelle Innviertel nimmt ihren Betrieb auf. Um Rettungs- und Krankentransporteinsätze noch effizienter und sicherer disponieren zu können, wurden alle Bezirks- und Ortsleitstellen der Bezirke Braunau, Ried und Schärding zu einer Großraumleitstelle - Leitstelle Innviertel - in Ried zusammengeführt.


1999: Gründung des Kriseninterventionsteams. Es wurde erkannt, dass nicht nur betroffene oder verletzte Personen eines traumatischen Ereignisses professionelle Hilfe benötigen, sondern die Menschen auch auf seelischen Beistand angewiesen sind. So kam eine neue, anspruchsvolle Aufgabenstellung auf das Rote Kreuz zu. Den ersten Einsatz im Rahmen eines Großschadensereignisses hatten Mitarbeiter vom Kriseninterventionsteam Ried nach der Brandkatastrophe in Kaprun.

 

Leitstellendisponent am Arbeitsplatz

1999: Ried erhält eine Mobile Sanitätseinheit (MSE): Dies ist eine Einrichtung zur Bewältigung von Großschadensereignissen. Mit den Versorgungsmodulen, die in drei Anhängern einsatzbereit gelagert sind, kann das Rote Kreuz im Bedarfsfall an die Versorgung einer großen Zahl von Verletzten herangehen. Regelmäßige Großübungen sollen die Sanitäter auf den Ernstfall vorbereiten.


Auch international haben die Rieder Helfer schon viel bewirkt. Sie waren nach den Umbrüchen in Rumänien und Albanien im Einsatz, nach den Erdbeben in Friaul, in der Türkei, im Iran und in Pakistan. Der Rieder Andreas Hattinger, ein Mitarbeiter der Bezirksstelle, war nach Katastrophen schon mehrmals bei internationalen Einsätzen in der Trinkwasseraufbereitung, aber auch im Auftrag der Rotkreuz-Zentrale in Genf, in führender Position tätig.

 

Andreas Hattinger im Katastropheneinsatz
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