Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen wurde der Rettungs- und Transportdienst des Österreichischen Roten Kreuzes vom Deutschen Roten Kreuz übernommen. Ein Jahr später erfolgte auch der Ankauf des ersten eigenen Sanitätswagens.

 

Erster Rotkreuz-Fahrer in Ried war Johann Ötzlinger, Hausmeister des Rieder Krankenhauses.


Da in den Kriegsjahren 1938 bis 1945 viele Männer an der Front waren, mussten die Frauen den Alltagsbetrieb alleine durchführen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen waren sowohl im Rettungs- und Sozialdienst wie auch im Sekretariat tätig. Das Rotkreuz-Büro befand sich im Gasthaus Träger, Rossmarkt im zweiten Stock.

Flüchtlingslager im Getreidespeicher

Bis 1945 leisteten die Mitarbeiterinnen vom Roten Kreuz Ried teilweise unter Einsatz des eigenen Lebens und schwierigsten Verhältnissen wertvolle Arbeit und Hilfeleistung für die notleidende Bevölkerung und die zahlreichen verwundeten Soldaten.

 

"Man brauchte uns und deshalb haben wir getan, was in unseren Kräften stand.", Originalzitat von Irmina Dohnalek

 

Im größten Rieder Flüchtlingslager „Getreidespeicher 701“ bestehend aus zwei riesigen Holzbaracken auf dem Gelände des heutigen Lagerhauses (Nähe Bahnhof), waren bis zu 4.000 Flüchtlinge verschiedener Herkunft auf engstem Raum und schlechtesten sanitären Bedingungen untergebracht.

 

Für das Rote Kreuz begann ein Kampf gegen Hunger, Krankheiten, Seuchen und Ungeziefer.

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