03.04.2017 20:50

Rotkreuz-Köche holten das Beste aus der Feldküche raus

Zu viele Köche verderben den Brei? Keineswegs: Gleich 17 Hobbyköche aus den Rohrbacher Rotkreuz-Ortsstellen sowie sieben auswärtige Teilnehmer standen am Samstag Vormittag am Herd und testeten die neue Feldküche aus. Zu Mittag konnten sie gut 200 Gäste verköstigen.

Rotkreuz-Köche holten das Beste aus der Feldküche raus

Wer jetzt denkt, bei einer Feldküche sind nur Gulasch oder Suppe möglich, wurde eines Besseren belehrt: Unter Anleitung von Chefkoch Charles Pickering, RK-Bezirksgeschäftsstellenleiter in Freistadt, tischten die Rotkreuz-Köche eine ganze Palette an Köstlichkeiten auf. Leberschädl und Schweinsbraten brutzelten im Backrohr vor sich hin, gleich neben dem Kochmodul mit den Semmelknödeln wurden die faschierten Laibchen herausgebacken, die Schnitzel bekamen am Hockerkocher ihr Fett weg und das Geschnetzelte fehlte ebenfalls nicht. Dazu noch Käsespätzle für die Vegetarier und Topfen- und Apfelstrudel als Nachspeise – da war für jeden Geschmack etwas dabei.

Praxistest nach Theorie

Der Kochtag am Parkplatz der Rotkreuz-Bezirksstelle bildete nach drei Tagen Theorie den praktischen Abschluss einer speziellen Ausbildung. „17 Rotkreuzler haben sich freiwillig für den Einsatz an der Feldküche gemeldet“, freut sich Harald Schönberger, Dienstführender der Ortsstelle Hofkirchen, über das große Interesse und auch die Begeisterung, mit der die Hobbyköche am Werk sind. Er hat sich um die Versorgung im Bezirk und um die Ergänzung der Küchen-Infrastruktur mit Geschirrspüler, Kühlschrank, Abwasch oder Warmhalteboxen angenommen. Die Feldküche selbst wurde vor zwei Jahren vom Bundesheer ersteigert und hat sich schon bei der Versorgung der durchreisenden Flüchtlinge an der Grenze in Kollerschlag bewährt.

Schöpfgerichte bei Großeinsätzen

Bei Großeinsätzen wird natürlich nicht so groß aufgekocht, wie es am Übungstag der Fall war. Dann kommen Gulasch, Geschnetzeltes oder andere Schöpfgerichte auf den Teller, wie Rohrbachs Bezirksrettungskommandant Hannes Raab erklärt. An die 2000 Leute können so an einem Tag versorgt werden. „Wichtig ist aber, dass sich die Mitarbeiter mit den Gerätschaften auskennen und auch mit Großportionen umgehen lernen. Deshalb wird die Feldküche noch bei einigen Veranstaltungen zum Einsatz kommen.“

Quelle & Bilder: (c) tips.at

socialshareprivacy info icon