1929 Mobilisierung des Rotkreuzdienstes durch Herrn Roman Hauer.

1931 Roman Hauer will aus der Sanitätsabteilung eine Rettungsabteilung entstehen lassen. Große Widerstände sind zu überwinden: Der damalige Gemeindearzt befürchtet, daß durch dieses Unterfangen das Pfuschertum genährt werde und die Feuerwehr und die Bevölkerung sind nicht für Hauer’s Idee zu begeistern. Eine Straßensammlung ermöglicht den Ankauf einer alten massiven Räderbahre: Mittels dieser Bahre, vielfach mit Pferdevorspann, befördert man die Kranken im Bereich von Aigen/Schlägl. Per Bahn geht es dann im Beisein einer geschulten Begleitperson im Paketwagen bis nach Urfahr, wo die Kranken von der von Rottenegg aus alarmierten Rettungsgesellschaft Linz in Urfahr empfangen und in die Linzer Krankenhäuser überstellt werden.

1936 Ein motorisierter Krankenwagen, Marke Steyr XVI, wird angekauft, der für  den Bezirk Rohrbach die Krankentransporte durchführt. Am 3. Mai 1936 weiht Abt Benedikt im Rahmen des Festes des hl. Florian das neue Rettungsauto. Noch immer steht die Bevölkerung dieser Entwicklung skeptisch gegenüber.

"Erstes Rettungsauto im Bezirk Rohrbach"



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1938 Ein weiterer Wagen, Marke Steyr 55, wird angekauft.

1939 Das Deutsche Rote Kreuz übernimmt die Rettungsstelle.

1945 Man steht vor den Scherben dieser einst so stolzen Einrichtung: Ein Wagen wird von den Amerikanern in Brand gesteckt, der andere abgezogen. Das Österr. Rote Kreuz tritt das Erbe des DRK an, womit die dominierende Ära Aigens im Rettungswesen des Bezirkes Rohrbach zu Ende ist.

1960 Der Ankauf eines Akja-Rettungsschlittens wird möglich, da das Land O.Ö. 800,- S, das Stift Schlägl 500,- S, die Gemeinde Schlägl 700,- S und die Gemeinde Aigen gleichfalls 700,- S als Beihilfe gewähren.

1961 Bei der Bürgermeistertagung wird der einmütige Beschluß gefaßt, daß alle Bürgermeister das Anliegen des Österreichischen Roten Kreuzes auf Gewährung von S 1,- pro Kopf der Bevölkerung für vorläufig ein Jahr bei ihren Gmeindeausschüssen aufrecht vertreten.

1973 Am Sonntag, den 11. November 1973 erfolgt durch den Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes, Herrn BH W.Hofrat Dr. Wilhelm Blecha, die Übergabe eines neuen VW-Krankenwagens an die Rot-Kreuz Ortsstelle Aigen i.M.. Hochw. Herr Pfarrer Kasimir segnet den neuen VW-Krankenwagen.

1975 Bei der Bürgermeisterkonferenz wird der einstimmige Beschluß gefaßt, den Gemeinderäten zu empfehlen, für das Jahr 1975 als Beiträge für das Rote Kreuz die Kopfquote  in Höhe von S 4,- festzusetzen. [Der Bezirkshauptmann; 15.1.1975]

1975 Den Gemeinden wird vom Gemeindereferat als auch vom O.Ö. Gemeindebund empfohlen, die Höhe der sogenannten Kopfquote in den Ortsgemeinden mit mindestens sechs Schilling festzusetzen. [Amt der o.ö. Landesregierung; 16.5.1975]

1979 In Zusammenarbeit zwischen Sozialhilfeverband, Gemeinde Ulrichsberg und dem Roten Kreuz gelingt es, auch für die Gemeinden Schwarzenberg, Klaffer, Ulrichsberg, Julbach, Aigen, Schlägl, Peilstein und Kollerschlag eine Hauskrankenpflege einzurichten. Mit 22. Mai nimmt Frau Dipl. Krankenschwester Margarete Hofer ihre Tätigkeit als Hauskrankenpflegerin auf.

1979 Der Bezirksstellenleiter stellt den Antrag dem Roten Kreuz für die Aufrechterhaltung des Unfall- und Rettungsdienstes für das Jahr 1980 eine Kopfquote in der Höhe von 6,- Schilling zu gewähren.

Dieser Antrag wird in der Gemeinderatssitzung vom 29.1.1980 mit 18 Jastimmen und einer Stimmenthaltung angenommen.

1982 In der Gemeinderatssitzung vom 30.6. wird einstimmig beschlossen, an das

Österreichische Rote Kreuz für das neue Bezirksstellengebäude in Rohrbach einen jährlichen Betrag von 4,- S pro Einwohner, befristet auf einen Zeitraum von 5 Jahren zu gewähren. Der Bezirksstellenleiter, Hofrat Hable, hat in einem Schreiben vom 8. Mai alle Bürgermeister der Gemeinden des politischen Bezirkes Rohrbach, um diesen Bauschilling zur Finanzierung des neuen Bezirksstellengebäudes gebeten.

1982 Bezirksstellenleiter Hofrat Hable begrüßt am 5. November Präsident Hofrat Dr. Payrhuber, Bürgermeister Wilhelm Gruber und viele weitere Ehrengäste zur Gleichenfeier beim RK-Bezirksstellengebäude. Die Baukosten werden sich auf 10 Millionen Schilling belaufen.

1983 Am 5. April übergibt der Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes, BHW. Hofrat Dr. Hable, an die Ortsstelle Aigen ein neues Rettungsfahrzeug, welches die Belegschaft der VOEST dem Roten Kreuz gespendet hat. Pfarrer Adalbert Haudum segnet das Fahrzeug.

1983 Nach 45 Jahren ehrenamtlichen Wirkens legt Ortsstellenleiter Med.-Rat. Dr. Richard Gmeiner seine Funktion zurück.Zum neuen Ortsstellenleiter wird Gemeindearzt Dr. Friedbert Sitter gewählt.

1984 Am 6. Mai wird das neue Bezirksstellengebäude des Österreichischen Roten Kreuzes in Rohrbach eröffnet.

1984 Die Bezirksstelle dankt dem Bürgermeister der Marktgemeinde Aigen, daß sie den Beitrag an das Rote Kreuz dankenswerterweise

von 8,- S auf 9,- S pro Einwohner und Jahr ab 1984 erhöht.

1984 Im Rahmen der RK-Ortsstellenversammlung legt am Donnerstag, den 27. Dezember 1984, Herr Med. Rat Dr. Richard Gmeiner seine Funktion als Ortsstellenleiter zurück. Dr. Gmeiner bedankt sich dabei für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und wünscht der Ortsstelle Aigen für die weitere Zukunft sehr viel Erfolg und den Mitarbeitern Freude und Ausdauer bei der selbstlosen Aufgabe als RK-Helfer.

Herrn Auberger Walter wird das Dienstjahrabzeichen in Gold überreicht.

1986 Die Bezirksstelle Rohrbach vom Roten Kreuz stellt an die Gemeinden des politischen Bezirks den Antrag um Gewährung eines Subventionsantrages in der Höhe von S 9,- pro Kopf der Einwohnerzahl für 1987. [Bezirksstelle Rohrbach; 27.10.1986]

1987 Der Gemeinderat beschließt in seiner Sitzung am 30.6.1987 die vom Amt der OÖ. Landesregierung mit Erlaß vom 13.3.1987 vorgeschlagene Erhöhung der jährlichen Kopfquote auf 12,- S nicht rückwirkend ab 1.1.1987, sondern erst ab 1.1.1988 zu gewähren.

1988 Der OÖ. Landtag beschließt am 04.03.1988 das Gesetz über das Hilfs- und Rettungswesen im Land Oberösterreich (OÖ. Rettungsgesetz 1988), das mit 01.07.1988 in Kraft tritt. Aufgrund dieses Gesetzes ist der Landesverband Oberösterreich verpflichtet, mit jeder oberösterreichischen Gemeinde auf deren Ersuchen einen privatrechtlichen Vertrag zur Sicherstellung der erforderlichen Leistungen des allgemein örtlichen Hilfs- und Rettungsdienstes im Gemeindegebiet abzuschließen.

1988 Das Amt der O.Ö. Landesregierung teilt mit, dass für das Jahr 1989 mit einem Rettungsbeitrag von S 12,- je Einwohner gerechnet werden muß. [8. November 1988]

1988 Am 2. Dezember schließen die Gemeinde Aigen im Mühlkreis und das Österreichische Rote Kreuz, Landesverband Oberösterreich, einen Vertrag ab, mit dem gemäß § 2 Abs. 2 O.Ö. Rettungsgesetz 1988, LGBl. Nr. 27, die Gemeinde Aigen die Durchführung der Aufgaben des allgemeinen örtlichen Hilfs- und Rettungsdienstes dem Österreichischen Roten Kreuz, Landesverband Oberösterreich, überträgt.

1989 Der Ortsstellenleiter und Gemeindearzt Dr. Friedbert Sitter wirbt in einem Schreiben an jeden Haushalt um neue Mitglieder. [Februar]

1989 In der 3. Verordnung der o.ö. Landesregierung vom 9. Dezember 1988 über die Höhe des Rettungsbeitrages wird die Höhe des Rettungsbeitrages mit jährlich S 12,- je Einwohner der Gemeinde festgesetzt. Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 1989 in Kraft.

1989 Das Amt der O.Ö. Landesregierung genehmigt den am 2. Dezember 1988 zwischen der Gemeinde Aigen und dem Österreichischen Roten Kreuz, Landesverband Oberösterreich abgeschlossenen Vertrag.

1990 In der 23. Verordnung der o.ö. Landesregierung vom 26. März 1990 über die Höhe des Rettungsbeitrages wird für das Jahr 1990 die Höhe desselben mit S 16,70,- je Einwohner der Gemeinde festgesetzt. Diese Verordnung tritt mit 1. April 1990 in Kraft.

1990 Im April wird eine Denkschrift des Österreichischen Roten Kreuzes über eine Flächendeckendes Notarzt-Rettungssystem für Österreich herausgegeben.

1990 In der 110. Verordnung der o.ö. Landesregierung vom 18. Dezember 1990 über die Höhe des Rettungsbeitrages wird die Höhe des Rettungsbeitrages mit S 25,- je Einwohner der Gemeinde festgesetzt. Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 1991 in Kraft.

1991 In der 139. Verordnung der o.ö. Landesregierung vom 16. Dezember 1991 über die Höhe des Rettungsbeitrages wird die Höhe des Rettungsbeitrages mit S 41,- je Einwohner der Gemeinde festgesetzt. Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 1992 in Kraft.

1991 700 Stk. Blätter werden zur Werbung von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Gemeindezeitung beigefügt.

1992 Um neue Mitarbeiter zu werben, lädt der Ortsstellenleiter, Dr. Friedbert Sitter, am Do. den 9. Jänner 1992 zu einem Informationsabend ein.

1992 Nach 27 Jahren als Rot-Kreuz-Bezirkssekretär, in denen er das Rote Kreuz Rohrbach geprägt hat, geht Herr Josef Zauner in Pension.

1992 In der 105. Verordnung der o.ö. Landesregierung vom 21. Dezember 1992 über die Höhe des Rettungsbeitrages wird die Höhe des Rettungsbeitrages mit S 33,40,- je Einwohner der Gemeinde festgesetzt. Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 1993 in Kraft.

1993 Der Bürgermeister, Herr Hans Veit, lädt als kleines sichtbares Zeichen der Wertschätzung die Mitarbeiter des Roten Kreuzes zu einem gemeinsamen Abendessen am Freitag, den 19.3. ein.

1993 18 Jahre lang hat Herr Walter Auberger gemeinsam mit seiner Gattin die Rotkreuzstelle geleitet; Mit 31. Mai geht er als Dienstführender in den Ruhestand. Zu einer Feierstunde am Dienstag, 6. Juli, wird eingeladen.

 

Zum neuen Leiter der Rotkreuzstelle Aigen-Schlägl wird Herr Erich Leitenmüller mit 1. Juni bestellt.

1993 In der 120. Verordnung der o.ö. Landesregierung vom 20. Dezember 1993 über die Höhe des Rettungsbeitrages wird die Höhe des Rettungsbeitrages mit S 34,40,- je Einwohner der Gemeinde festgesetzt. Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 1995 in Kraft.

1993 Am 1. November nimmt der Notarztwagen für den Bezirk Rohrbach seinen Betrieb auf.

1993 Das Rote Kreuz Aigen bezieht im Rathaus ihre neue Unterkunft. Eine monatliche Miete von 840,- S ist zu entrichten.

1994 Johannes Raab, zuletzt Leutnant beim Reserve-Lazarett in Hörsching, ist ab 1. Oktober Bezirkssektretär und Rettungskommandant des Roten Kreuzes im Bezirk Rohrbach.

1994 Im Oktober werden mehr als 70 Personen mit einem persönlichen Brief zur Mitarbeit beim Roten Kreuz eingeladen.

1994 In der 118. Verordnung der o.ö. Landesregierung vom 19. Dezember 1994 über die Höhe des Rettungsbeitrages wird die Höhe des Rettungsbeitrages mit S 57,03,- je Einwohner der Gemeinde festgesetzt. Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 1995 in Kraft.

1996 In der 124. Verordnung der o.ö. Landesregierung vom 16. Dezember 1996 über die Höhe des Rettungsbeitrages wird die Höhe des Rettungsbeitrages mit S 53,- je Einwohner der Gemeinde festgesetzt. Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 1997 in Kraft.

1997 Im Februar wird im politischen Bezirk Rohrbach „Die Rufhilfe“ eingeführt.

1997 Im Rahmen der Ortsstellenversammlung vom 3.4. erhalten Franz Kraml, Alois Himpsl, Erich Leitenmüller, Engelbert Roth und Johann Oberpeilsteiner das Verdienstabzeichen in Bronze, Katharina Auberger,

Anna Schlägl und Ingrid Auberger das Verdienstabzeichen in Silber. Walter Auberger erhält die goldene Ausfahrtsspange für 10.000 Ausfahrten.

Die Herren BS Johannes Raab und Ortsstellenleiter Dr. Friedbert Sitter gratulieren dem Dienstführenden Herrn Erich Leitenmüller zum Notfallsanitäter und betonen die daraus resultierende Motivation für alle anderen Mitarbeiter der Ortsstelle Aigen.

1998 Am 12. September unternimmt die Rotkreuzortsstelle Aigen einen Rotkreuzausflug auf den Schafberg.

1999 Am 11. November bezieht die Ortsstelle ihr neues „Heim“. Eine zeitgemäße Dienststelle, die den Anforderungen gemäß geplant und eingerichtet wurde, „lädt“ förmlich zum „Dienstmachen“ ein. Am Dienstag, den 30. November, findet die Ortsstellengründungsversammlung der Ortsstelle Ulrichsberg statt.

Im Rahmen der Weihnachtsfeier, welche am 16. Dezember 1999 im Haagerhof stattfindet, wird Herr Dr. Roland Grüll zum neuen Ortsstellenleiter gewählt.

2000 Am 14. April Offizielle Eröffnung vom neuen Bezirksaltenheim mit der integrierten Rotkreuz-Dienststelle durch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und  Bezirkshauptfrau Hofrätin  Dr. Wilbirg Mitterlehner.

2001 Am 17. April wurde die Ortsstelle mit einem neuen Rettungsauto ausgestattet. (Model VW T4 Hochdach)

2002 Die Ortsstelle freut sich acht neue Mitarbeiter im Team begrüßen zu dürfen, der Mitarbeiterstand stieg auf 43 freiwillige Mitarbeiter an.

2003 Zum ersten mal fand eine gemeinsame Großübung mit den umliegenden Feuerwehrorganisationen und der Nachbardienststelle aus Ulrichsberg statt.

2004 Herbert Wakolbinger feiert sein 25-jähriges Dienstjubiläum an der Ortsstelle.

2005 Bei der Ortsstellenversammlung wurde Fr. Anna Schlägel für Ihre 25-jährige

freiwillige Mitarbeit an der Ortsstelle ausgezeichnet.

2006  Bei der Ortsstellenversammlung wurde OA Dr. Roland Grüll für weiter 5 Jahre zum Ortsstellenleiter gewählt.

Am 7. April bekommt die Ortsstelle  ein neues Fahrzeug der Marke VW T5-Hochdach.

1.Dezember Gründung der ersten Jugenrotkreuzgruppe der Ortstelle, unter der Leitung von Sonja Autengruber.

2007 Am 12. April freute sich die Ortsstelle auf das zweite neue Einsatzfahrzeug der Marke VW- T5 Hochdach.

2008 Zum achten mal wurde der JRK-Bewerb in der HS-Aigen Schlägl ausgetragen.

2009 Am 4. Juni wurde der erste JRK-Landesbewerb in der Haupschule Aigen-Schlägl ausgetragen.

2010 Der Mitarbeiterstand an der Ortsstelle konnte auf 70 Freiwillige Mitarbeiter erhöht werden

Rettungsverdienstmedaille für 20 Jahre freiwillige Mitarbeit erhielt  Himpsl Johann und Roth  Engelbert.  Überreichung  durch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

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