Jeder kennt sie, so mancher hat sie schon gebraucht – die Rettung!

SEW 1661

Unsere Ortsstelle ist eine der wenigen ausschließlich freiwillig geführten Dienststellen des Landes. Derzeit erhalten 28 aktive Mitarbeiter des Roten Kreuzes den Sattledter Dienstbetrieb jeweils von Freitag 19.00 bis Montag 6.00 Uhr, an Feiertagen, deren Vorabenden und Folgenächten und teilweise auch wochentags. In unseren Zuständigkeits- bereich fallen die Orte Sattledt, Sipbachzell, Eberstalzell und teilweise Steinhaus und Steinerkirchen. 

 

Der Rettungs- und Krankentransport ist ein Teil des Leistungsangebotes des Roten Kreuzes und fordert viel Engagement, Persönlichkeit und Zeit. In Sattledt werden an den Wochenenden und Feiertagen, von 28 aktiven Mitarbeitern, an die 10 000 Stunden im Jahr geleistet, wobei im Vorjahr  513 Ausfahrten getätigt wurden. Jede  Ausfahrt ist anders, jede Situation neu. Hier gilt es stets die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, menschlich, unparteilich, neutral und universal zu handeln. 

 

Zur Durchführung des Rettungs-und Krankentransportes steht der Ortsstelle Sattledt ein Sanitätseinsatzwagen (SEW) zur Verfügung. Dieser wird zum Transport von liegenden und sitzenden Patienten eingesetzt. Neben Tragsessel, Fahrtrage und unterschiedlichem Verbands- und Sanitätsmaterial ist sämtliches Equipment für die Notfallversorgung und notärztliche Assistenz in diesem Fahrzeug untergebracht, um die rasche Versorgung von Patienten am Notfallort und den sicheren Transport ins Krankenhaus zu gewährleisten.

Die Koordination der Transporte übernimmt die Rettungsleitstelle Wels. 

psychosoziale Betreung

kit

Nicht nur Schwerverletzte sind Opfer und müssen „versorgt“ werden, auch unverletzte Beteiligte oder Angehörige bei Unfällen oder Naturkatastrophen brauchen manchmal Hilfe.  Krisen entstehen aber auch, wenn Menschen durch ein Ereignis in ihrem Lebensalltag erschüttert werden
Speziell geschuhlte Mitarbeiter des KIT-Teams (Kriseninterventions Team) nehmen sich um diese Menschen an, informieren, trösten oder leisten konkrete Unterstützung bei den vielen Fragen und Bedürfnissen der Betroffenen in solch einem Fall. In Zusammenarbeit mit der Exekutive unterstützt KIT außerdem auch Menschen, denen eine Todesnachricht überbracht werden musste.

 

Aber auch Retter brauchen manchmal eine starke Schulter. Man erlebt als Rettungssanitäter Dinge, die einer Einsatznachbesprechung mit dem/der  Kollegen/in bedürfen um das Erlebte gut zu verarbeiten.  Es gibt aber auch Erlebnisse, bei denen so eine Nachbesprechung nicht mehr ausreicht, beispielsweise  wenn man diverse Bilder nicht mehr aus dem Kopf bringt, nicht mehr ruhig schlafen kann,…

Das Rote Kreuz lässt seine  Mitarbeiter damit natürlich nicht alleine, stellt ihnen Psychologen zur Seite und bietet Ausbildungen für Mitarbeiter an, die bereit sind, ofizielle/r Ansprechspartner/in für Gespräche zur Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen zu sein, damit Gesehenes oder Erfahrenes nicht zur persönlichen Belastung wird. 

realistische Unfalldarstellung

realistische Unfalldarstellung

Die zwei „Schminkerinnen“ der Ortsstelle stellen für Übungen, Ausbildungen, Prüfungen und Bewerbe die Verletzungen und Symptome der Übungsopfer so realistisch wie möglich dar, um ein praxisnahes Notfallgeschehen darzustellen, damit ein Sanitäter erkennen kann, worauf die Darstellung hinweisen soll um die entsprechenden Maßnahmen zu treffen. Sicherlich könnte man auch sagen: „Stell dir vor, ……“ -  und der/die Sanitäter/in spielt dann das erlernte Programm herunter. Das ist aber nicht genug. Es gilt zu trainieren, Verdachtsdiagnosen zu stellen und dabei ist es wichtig, den Patienten und sein Umfeld zu beurteilen danach zu handeln. Ob Verbrennungen, Fremdkörperverletzungen, offene Knochenbrüche, oder amputierte Gliedmaßen, unsere „Schminkerinnen“ lassen diese täuschend echt aussehen.

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