16.01.2018 11:18

Kritische Lage für Flüchtlinge in Bangladesch

Seit August haben mehr als 650.000 Menschen Zuflucht in Bangladesch gefunden. Mittlerweile leben eine Million Menschen in dem Flüchtlingscamp, es ist damit das größte der Welt.

Kritische Lage für Flüchtlinge in Bangladesch
Die Camps in Bangladesch sind überfüllt © ICRC
Christopher Friedrich unterstützt die Notfalleinheit vor Ort
Oft werden die Latrinen zu nah am Wasser gebaut - das birgt Risiken

In Bangladesch leben mehr als eine Million Menschen auf engstem Raum. Bald startet die Regensaison, dann könnten die Latrinen übergehen und für erhöhte Seuchengefahr sorgen. Eine Notfalleinheit mit österreichischer Beteiligung kümmert sich daher um das Entleeren und die Entsorgung des Fäkalschlamms. Wie das aussieht, haben wir in einem Multimedia-Beitrag aufbereitet.

 

Hintergrund:

Seit 25. August 2017 haben mehr als 655.000 Menschen die Grenze zwischen Myanmar und Bangladesch überquert und sind in die Region Cox’s Bazar geflüchtet, in der sich bereits mehr als 212.000 Flüchtlinge aus Myanmar befanden. Die geschätzte Anzahl der Menschen in akuter Notlage beträgt nun insgesamt 1,2 Millionen Menschen. Diese Zahl setzt sich zusammen aus Rohingyas, die sich schon in Bangladesch befunden haben, den neuen Bewegungen seit August und den bedürftigen Menschen in den Aufnahmegemeinden.

 

Überfüllte Camps. Problematisch ist die Bevölkerungsdichte in den Lagern und den spontanen Ansiedelungen zwischen den offiziellen Lagern. Die Wasserversorgung und Sanitärsituation stellt nach wie vor ein großes Problem dar, Seuchenausbruch und Verbreitung von Krankheiten sind ein enormes Risiko. 

 

Das Rote Kreuz hilft vor Ort. Knapp einer halben Million Menschen konnte aufgrund des Engagements des Bangladeschi Roten Halbmonds mit Unterstützung der Internationalen Föderation der Rot Kreuz/Rot Halbmondgesellschaften mit Trinkwasser, Lebensmittel, ärztlichen Behandlungen und Baumaterial geholfen werden. 

 

Das Österreichische Rote Kreuz unterstützt den Bangladeshi Roten Halbmond und die Internationale Föderation vor allem mit Trinkwasseraufbereitung. Dies ist besonders wichtig, um den Ausbruch von Krankheiten und Seuchen in den überfüllten Camps zu verhindern. 

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