30.01.2019 12:36

Anton Holzer: Landesrettungskommandant seit zehn Jahren

Zehn Jahre lang ist Bundesrettungsrat Anton Holzer nun schon ehrenamtlicher Landesrettungskommandant des Roten Kreuzes Salzburg. Ob Großeinsätze, internationale Übungen oder die Weiterentwicklung des Rettungswesens – Anton Holzer kann auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken.

Anton Holzer: Landesrettungskommandant seit zehn Jahren
Landesrettungskommandant des Roten Kreuzes Salzburg seit zehn Jahren

Anton Holzers Rotkreuz-Karriere dauert nun schon fast vierzig Jahre: „Ich habe damals im Jahr 1980 die Grundausbildung in der Ersten Hilfe gemacht; 1984 den Fachkurs für Sanitätshilfe. Ich habe vor allem die Kameradschaft und den Zusammenhalt im Roten Kreuz von Anfang an sehr geschätzt – es ist schön zu sehen, wenn eine Gemeinschaft so zusammenhält und so gut funktioniert“, sagt Holzer. Am 1. Jänner 2009 wurde Toni Holzer vom Präsidenten des Roten Kreuzes Salzburg – damals KommR Josef Wenger – zum Landesrettungskommandanten bestellt. Diese Funktion ist ehremamtlich und die Aufgaben sind vielfältig.

 

Verankert im Roten Kreuz

Holzer war jahrelang als Sanitäter in der Dienststelle Hallein aktiv, er engagiert sich als Landesrettungskommandant unter anderem stark im Katastrophenhilfsdienst. Zu seinen Aufgaben zählt auch,  Neuerungen und Weiterentwicklungen für den Rettungsdienst zu planen und umzusetzen und den Katastrophenhilfsdienst des Salzburger Roten Kreuzes zu koordinieren. Zusätzlich zu den ehrenamtlichen Tätigkeiten ist Holzer auch hauptberuflich im Roten Kreuz Salzburg verankert: als Mitglied der Geschäftsleitung und als Leiter des Blutspendedienstes.

 

Wertschätzung für die Freiwilligen

„Fast 4.500 Freiwillige sind derzeit im Roten Kreuz Salzburg aktiv und leisten jedes Jahr mehr als eine Million ehrenamtliche Stunden. Mich fasziniert immer wieder, wie viel Begeisterung hinter dem Engagement  eines jedes einzelnen Freiwilligen steckt – dafür bedanke ich mich ganz herzlich. Auch deshalb bin ich so lange dabei und ist das Rote Kreuz zu meiner Lebensaufgabe geworden“, sagt Holzer und setzt fort: „Mir ist sehr wichtig, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein ordentliches Arbeitsumfeld sowie gute, zweckmäßige Ausrüstung haben und sich in ihren Dienststellen wohlfühlen. Ich glaube das ist das Allerwichtigste, um unseren vielen Freiwilligen zu zeigen, was für einen tollen Job sie tagtäglich machen.“

 

Hohe Qualität im Rettungsdienst

Was Anton Holzer noch sehr wichtig ist: die Qualität des Rettungsdienstes. „Wir führen den Rettungsdienst in Salzburg auf einem sehr hohen Niveau aus. Um die Qualität der Versorgung noch zu steigern und um noch schneller bei den Patienten zu sein, bilden wir unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufend fort und arbeiten mit neuen Ansätzen wie beispielsweise den First Respondern oder der Umstellung auf den Digitalfunk. Zentral ist dabei die optimale Versorgung der Patienten“, sagt Holzer.

 

Sich immer weiterentwickeln

Nicht stehen bleiben – das könnte man als Motto des Landesrettungskommandanten bezeichnen. So zögerte er im Jahr 2011 auch keine Sekunde, als er die Gelegenheit bekam, die internationale Katastrophenschutzübung Taranis auszurichten. „Diese Übung hat die Zusammenarbeit aller Beteiligten sehr gestärkt.“ In Summe waren etwa 2.000 Personen an der Übung beteiligt. „Wir konnten aus der Übung sehr viel Wissen gewinnen, dazu haben wir die Zusammenarbeit im Katastrophenfall innerhalb des Roten Kreuzes enorm gestärkt“, sagt er. Doch nicht nur im Ausland, auch im Inland war Anton Holzer bei einer Vielzahl von großen Einsätzen als Einsatzleiter dabei – zum Beispiel bei der Hochwasserkatastrophe in Salzburg im Jahr 2013.

 

Mehr Flexibilität für die Zukunft

Für die Zukunft wünscht sich Landesrettungskommandant Anton Holzer neue Zeitmodelle für die Freiwilligen. „Die Veränderungen der Arbeitswelt mit der geforderten Flexibilität bringen natürlich auch Herausforderungen für das Rote Kreuz Salzburg: Die Freiwilligen können nicht mehr nach starren Dienstplänen ihre Rettungsdienste besetzen, sondern brauchen neue, flexible Zeitmodelle, um weiterhin im Roten Kreuz tätig sein zu können.“

 

 

Anton Holzer: Werdegang und Auszeichnungen

01. Februar 1980                       Eintritt ins Rote Kreuz Salzburg

22. Februar 1984                       Fachkurs Sanitätshilfe

04. Mai 1987                             Verleihung des Leistungsabzeichens Silber des Bayrischen Roten Kreuzes

01. Juli 1990                              Kommandant des Katastrophenzuges Hallein

01. Juni 1994                             Abteilungskommandant Hallein

24. Jänner 1997                         Kolonnenkommandant Hallein

28. Juni 1997                             Kommandant der Landeskatastrophenabteilung

ab 01. Jänner 2000                    Leiter des Blutspendedienstes

ab 06. Dezember 2001               Mitglied der Geschäftsleitung des Roten Kreuzes Salzburg

09. November 2004                   Verleihung des Verdienstzeichens des Landes Salzburg in Silber

ab 01. Jänner 2009                    Landesrettungskommandant

03. Oktober 2013                       Verleihung des Verdienstkreuzes des Landes Salzburg

 

Einsätze im In- und Ausland (Auszug)

1999                                             Aufbau Flüchtlingscamp in Albanien (Planung des Camps)

2000                                             Einsatz Gletscherbahn Kaprun

2010                                             Salzburg hilft Haiti

2013                                             Gesamteinsatzleiter Hochwasserkatastrophe Salzburg

2013                                             Katastrophenhilfe Philippinen nach Tsunami „Yolanda“

2014                                             Salzburg hilft Bosnien/Herzegowina und Serbien nach Hochwasser

ab 2017                                        Erste-Hilfe-Ausbildung in Tansania

Jänner 2019                                  Schneelage Salzburg  

 

Das Landesrettungskommando

 

Zur Umsetzung rettungstechnischer Führungsaufgaben werden Personen und Mittel organisatorisch zu einem Kommando zusammengefasst. Das Kommando besteht aus dem Kommandanten und seinem ehrenamtlichen Führungsteam. Das Führungsteam ist dabei in Kompetenzbereiche (Führungsgrundgebiete) unterteilt – unter anderem Logistik, Personal und Sicherheit sowie Einsatzführung und Ausbildung. Dieses Team unterstützt den Kommandanten bei der Durchführung von Führungsaufgaben mit Expertenwissen.

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