20.02.2019 14:45

Erste Hilfe bei Unfällen auf der Piste

Skifahren zählt zu den Sportarten mit den meisten Unfällen. Besonders häufig verletzen sich Schneesportler an Knien, Schultern, Wirbelsäule, Ellbogen, Armen und Händen. Am häufigsten sind nicht etwa Zusammenstöße, sondern Selbstunfälle durch überhöhte Geschwindigkeit.

Erste Hilfe bei Unfällen auf der Piste

Hilfeleistung auf der Piste

Sollte man als Erster zu einem Unfall kommen, gilt Hilfeleistungspflicht, erklärt Dr. Udo Berger, Chefarzt des Roten Kreuzes Salzburg: „Die erste Maßnahme ist das Absichern der Unfallstelle, um nachfolgende Sportler zu warnen – das heißt gekreuzte Skier in ausreichendem Abstand zur Unfallstelle einstecken. Dann sollten Sie den Allgemeinzustand der verletzten Person prüfen: ist der Betroffene ansprechbar, unterstützen Sie ihn bei der Helmabnahme und bringen Sie ihn in eine Position, die für ihn am angenehmsten ist. Sorgen Sie für Kälteschutz. Bei ausbleibender Reaktion und Atmung sofort mit der Wiederbelebung beginnen.“

Der nächste Schritt: Rettungsdienst alarmieren: Beim Notruf in den Bergen gilt, wie bei jedem Notruf, dass die wichtigen W-Fragen beantwortet werden. Also wo (je genauer, desto besser) ist was (Art der Verletzung), wie (Unfallhergang) wann und wem (wie viele Verletzte) passiert. Für Rückfragen hinterlässt man seinen eigenen Namen und die Telefonnummer. Notrufnummern: Bergrettung 140; Rotes Kreuz 144

 

Vorbeugung vor Unfällen

Risikofaktor Nummer eins ist der Ski- bzw. Snowboardfahrer selbst, erklärt Dr. Berger: „Die meisten aller Unfälle passieren ohne Fremdverschulden. Das heißt: Die Personen überschätzen sich, ihr Fahrkönnen und die eigene Fitness. Deshalb: machen Sie regelmäßige Pausen, um Übermüdung und Überforderung vorzubeugen. Achten Sie bei der Planung des Skitages auf die aktuelle Tagesverfassung und tragen Sie auf jeden Fall entsprechende Schutzausrüstung, zumindest einen Helm.“

 

 

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