27.03.2019 14:56

Pilotprojekt „Sicherer Kindergarten“ – Rotes Kreuz Salzburg macht Kindergärten sicherer

Kinder fit in Erster Hilfe machen – das ist einer der Schwerpunkte des Roten Kreuzes Salzburg. Durch ein EU-gefördertes Pilotprojekt (Erasmus+) mit zehn Salzburger Kindergärten sollen Sicherheit im Kindergartenalltag und Risikokompetenz der Kinder und Pädagoginnen erhöht werden.

Pilotprojekt „Sicherer Kindergarten“ – Rotes Kreuz Salzburg macht Kindergärten sicherer

„Erste Hilfe und Sicherheit in den Kindergärten sind uns als Rotes Kreuz ein großes Anliegen“, sagt Sabine Kornberger-Scheuch, Landesgeschäftsführerin des Roten Kreuzes Salzburg und setzt fort: „Wer von klein auf Erste Hilfe lernt, hat keine Scheu zu helfen. Wir setzen dieses EU-geförderte Projekt in Salzburg als Pilotbundesland um, zehn Kindergärten sind ab sofort als Partner dabei und bringen Ideen, Vorschläge und Erfahrungen ein.“

 

„Ein wichtiger Aspekt der Bildung im Kindergarten ist die Stärkung von persönlichen Kompetenzen. Mit dem Pilotprojekt des Salzburger Jugendrotkreuz „Sicherer Kindergarten“ wird den Kindern dabei spielerisch gezeigt, wie in herausfordernden Situationen richtig reagiert werden kann. Ebenso erwerben die Kinder grundlegende Kenntnisse der Ersten Hilfe und eine Stärkung des Selbstbewusstseins“, erklärt die Salzburger Familienlandesrätin Andrea Klambauer.

 

Richtige Reaktion in herausfordernden Situationen

Daniel Kaspar vom Österreichischen Jugendrotkreuz: „Wir wollen zum einen das Bewusstsein für Gefahren, Fluchtwege und Erste Hilfe erhöhen. Zum anderen geht es ganz klar darum, in herausfordernden Situationen gut zu reagieren, ruhig zu bleiben und Erste Hilfe zu leisten.“ Die Kindergartenpädagoginnen sind stark eingebunden, damit die Unterlagen und Materialien in der Praxis gut anwendbar sind. Zehn Kindergärten in Stadt und Land Salzburg nehmen ab Herbst 2019 am Pilotprojekt teil. In der BAfEP (Bundesanstalt für Elementarpädagogik) werden auch die Schülerinnen und Schüler die Themen Erste Hilfe und Risikokompetenz durchnehmen. Projektpartner sind außerdem AVOS (Arbeitskreis Vorsorgemedizin Salbzurg), AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) und die Kindergartenaufsicht Salzburg.

 

Online Plattform und Zertifikat

Aufbauend auf der Erste Hilfe Fit Plattform des Österreichischen Jugendrotkreuzes soll eine Online Plattform für Erste Hilfe für Kindergärten in den Projektländern aufgebaut bzw. weiterentwickelt werden. Die Plattform wird Informationsmaterial sowie verschiedene Aktivitäten zu Sicherheit im Kindergarten, Erste Hilfe, Risikokompetenz, Katastrophenvorsorge und Klimawandel beinhalten. Dazu gibt es Checklisten für das Verhalten in Notfällen und Erste-Hilfe-Material. Erklärt wird zum Beispiel auch, welches Erste Hilfe-Material Pädagoginnen bei Ausflügen dabei haben sollten. Kindergärten können sich registrieren und wenn eine gewisse Anzahl an Aktivitäten durchgeführt und Punkte gesammelt wurden, erhält die Institution die Auszeichnung „Sicherer Kindergarten“ als Tafel für die Eingangstür.

 

Das Jugendrotkreuz im Überblick

Wichtige Aufgaben des Österreichischen Jugendrotkreuzes sind es, junge Menschen zu sensibilisieren, zu mitmenschlichem Verhalten hinzuführen sowie konkret Hilfe zu leisten. Durch einen Bildungsauftrag des Ministeriums ist das Jugendrotkreuz in den Schulen per Gesetz fix verankert - in jeder Salzburger Schule ist ein Lehrer für die Agenden des Jugendrotkreuzes zuständig. So können Aktionen und Projekte wie zum Beispiel die Radfahrprüfung, Schwimmabzeichen oder Erste-Hilfe-Kurse für die Schülerinnen und Schüler bundesweit angeboten werden.

In den Kindergarten fehlt diese Verankerung noch. Allerdings bietet das Jugendrotkreuz für die Kindergärten bereits das „Roko-Programm“ – hier geht es um die Themen Erste Hilfe, Straßenverkehr und Sicherheit am Wasser. Für die Kindergärten bietet das Jugendrotkreuz bereits das „Roko-Programm“ – hier geht es um die Themen Erste Hilfe, Straßenverkehr und Sicherheit am Wasser.

 

Im Bild: Familienlandesrätin Andrea Klambauer, Rotkreuz-Landesgeschäftsführerin Sabine Kornberger-Scheuch und ÖRK-Projektleiter Daniel Kaspar mit dem Erste-Hilfe-Würfel. Dieser wird benutzt, um die Herzdruckmassage zu üben.

socialshareprivacy info icon