08.08.2019 10:43

74. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima

"Nuklearwaffen-Verbotsvertrag muss global ratifizert werden"

74. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima
Vizepräsidentin Anja Oberkofler, ein Mitarbeiter der Katastrophenhilfsdienst-Bereitschaft CBRN-Schutzdes Wiener Roten Kreuzes, Einsatzleiterin Almira Geosev, stellvertretender Generalsekretär Peter Kaiser

Am 6. August 1945 hat die US-Luftwaffe eine Atombombe über der japanischen Stadt Hiroshima abgeworfen, drei Tage später eine zweite über Nagasaki. Nach Schätzungen starben über 250.000 Menschen sofort oder teils Jahre später an Verbrennungen und Strahlenschäden. 


Bis heute ist die Gefahr, die von Atomwaffen ausgeht, nicht gebannt. Um so wichtiger sind daher Gedenkveranstaltungen wie jene am Wiener Stephansplatz, um weiterhin für ein globales Verbot dieser Waffen zu mobilisieren. "Nuklearwaffen sind nach wie vor die größte Bedrohung für unsere Erde und für alles Leben auf ihr", bestätigt Anja Oberkofler, Vizepräsidentin des Österreichischen Roten Kreuzes, im Rahmen dieser Veranstaltung. "Deshalb müssen sie völkerrechtlich verboten, geächtet und vernichtet werden." Vor Ort bei der Veranstaltung war auch die Katastrophenhilfsdienst-Bereitschaft CBRN-Schutz des Wiener Roten Kreuzes, die Passanten und Interessenten mit Informationen versorgte und Strahlenmessungen durchführte.


Einen entsprechenden Atomwaffenverbotsvertrag gibt es bereits seit 2017, bislang haben 70 Staaten den Vertrag unterzeichnet und 25 ratifiziert – darunter Österreich als ein Mitinitiator des Vertrags. Der Vertrag tritt 90 Tage nach der 50. Ratifizierung in Kraft.


Österreich hat sich schon mehrmals erfolgreich auf internationaler Ebene für das Verbot von Waffen eingesetzt, die großes Leid unter der Zivilbevölkerung verursachen. Die Ottawa-Konvention, die den Einsatz von Antipersonenminen verbietet wurde entscheidend von Österreich vorangetrieben. Das Anliegen Antipersonenminen zu verbieten wurde in den 1990er Jahren auch stark vom Roten Kreuz unterstützt. Jetzt setzen sich Österreich und das Rote Kreuz abermals führend für ein Verbot einer unmenschlichen Waffe ein.

 

 

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