05.03.2020 09:16

Corona-Virus: Mobile Teams zur Abstrich-Probenahme im Einstaz

Das Rote Kreuz Salzburg entnimmt mit drei Teams rasch, sicher und unkompliziert Abstrichproben bei Corona-Verdachtsfällen.

Corona-Virus: Mobile Teams zur Abstrich-Probenahme im Einstaz
Landesrettungskommandant Anton Holzer, Univ.- Prof. Prim. Dr. Richard Greil und Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (Gesundheitsreferent) mit den geschulten Rettungssanitätern.

Ende Februar wurden jene Rotkreuz-Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter im Landeskrankenhaus Salzburg geschult, die zur raschen und sicheren Abklärung bei Verdacht auf eine Corona-Erkrankung bei den Betroffenen zu Hause Abstrichproben entnehmen.

Die drei gebildeten Teams werden den drei Regionen -Flachgau, Tennengau und Stadt Salzburg - Pongau und Lungau - Pinzgau zugeteilt. So ist eine flächendeckende Versorgung gewährleistet. Um den Bedarf von Montag bis Sonntag abzudecken, sind die Teammitglieder bei einem Einsatz einzeln unterwegs.

„Unsere Rotkreuz-Abstrichteams sind speziell geschult und befolgen bei der Abstrich-Probenahme die strengen Hygienebestimmungen. Wir tragen mit unseren mobilen Abstrichteams dazu bei, dass die Abklärung der Verdachtsfälle möglichst einfach und unkompliziert passiert. Die Patientinnen und Patienten können zu Hause bleiben. Zum nächstmöglichen Termin wird die Abstrich-Probenahme durchgeführt“, sagt Landesrettungskommandant Anton Holzer.

Bei den Proben handelt es sich um Abstriche aus der Nasenschleimhaut. Innerhalb weniger Stunden wird die Probe im Zentrallabor des Uniklinikums Salzburg auf den Corona-Erreger hin untersucht.

„In kürzester Zeit ist es uns in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz gelungen, mobile Testteams aufzustellen. Mit heutigem Tag sind drei Teams des Roten Kreuzes mit Sanitätern und fallweise mit pflegerischem Personal aus den jeweiligen Spitälern von 8 bis 19 Uhr im gesamten Land unterwegs. Diese suchen die Patientinnen und Patienten auf, nachdem der Hausarzt nach telefonischer Beratung beziehungsweise die telefonische Gesundheitsberatung 1450 einen Abstrich für sinnvoll erachtet. Das macht es für die Betroffenen möglichst unkompliziert und für die Allgemeinheit möglichst sicher. Zudem werden unsere Spitäler entlastet.“ Stöckl fügt außerdem hinzu: "Mit Hilfe des Roten Kreuzes Salzburg können wir eine bundeslandweite Abdeckung der Logistik für die Entnahme der Abstriche garantieren. Salzburg hat eine Vorreitertolle, andere Bundesländer haben mich bereits kontaktiert und wollen das Konzept ebenfalls umsetzen."

Vorgangsweise bei Verdacht auf Corona-Infektion

  1. Bleiben Sie zu Hause
  2. Telefonische Abklärung mit dem Hausarzt oder der Gesundheitsberatung 1450
  3. Konkreter Verdacht besteht, wenn: Aufenthalt in einem Risikogebiet in den letzten 14 Tagen UND Symptome einer Erkrankung (Fieber, Husten, Atembeschwerden)
  4. Erhärtet sich der Verdacht, kontaktiert der Hausarzt bzw. 1450 das Rote Kreuz
  5. Zum nächstmöglichen Termin wird die Abstrich-Probenahme von den mobilen Abstrichteams durchgeführt
  6. Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie Kontakt mit anderen Menschen


Die wichtigsten Verhaltenstipps zur Minimierung des Ansteckungsrisiko

  •     Regelmäßig Hände waschen, mit warmem Wasser und Seife oder Desinfektionsmittel verwenden
  •     Husten oder Niesen in ein Papiertaschentuch oder den Ellbogen
  •     Bei Symptomen wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden: 1450 oder Hausarzt anrufen
  •     Im Erkrankungsfall: Daheim bleiben
  •     Telefonhotlines rund um die Uhr:  Gesundheitsberatung 1450 und AGES-Hotline 0800 555 621
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