STOPP CORONA – MEIN KONTAKT-TAGEBUCH

FAQs zur APP

Was kann die "Stopp Corona"-App des Österreichischen Roten Kreuzes?
Die neue Stopp Corona-App will dazu beitragen, die Infektionskette der Corona-Infektionen schnellstmöglich zu unterbrechen. Dazu dient als Kernstück ein Kontakt-Tagebuch, indem persönliche Begegnungen mittels "digitalem Handshake" anonymisiert gespeichert werden. Treten bei einer Person dann Symptome einer Corona-Erkrankung auf, wird man als Kontakt automatisch benachrichtigt und gebeten, sich selbst zu isolieren.

 

Stellt ein Arzt eine Corona-Infektion fest, kann der User einfach eine Meldung über die App abgeben, um seine Kontakte der letzten Begegnungen anonymisiert zu benachrichtigen. Die informierten Kontakte erhalten die Benachrichtigung, dass es einen bestätigten Corona-Fall bei einer ihrer Begegnungen gibt. Anschließend werden User aufgefordert Zuhause zu bleiben und beim Einsetzen von Symptomen die Hausärztin oder den Hausarzt telefonisch zu kontaktieren. Wenn das nicht möglich ist, soll die Nummer 1450 angerufen werden. Jedenfalls gilt: nicht die Ärztin/den Arzt persönlich aufsuchen und auch nicht ins Krankenhaus fahren. Bei einem medizinischen Notfall: 144 rufen.

Wie stoppt ein solches "Kontaktemanagement" die Infektionskette?
Die Corona-App verkürzt den Zeitraum zwischen Auftreten der Symptome bei einer Person und dem Tracking seiner Kontakte. Das verringert jenes Fenster, indem weitere Personen angesteckt werden können. Amtsärzte - die diesen Prozess jetzt bei jedem Fall durchführen - können entlastet werden. Das funktioniert natürlich umso besser, je mehr Menschen die App nutzen. Deshalb: jeder Download zählt!

 

Wieso werden nur Personen, mit denen man in den letzten zwei Tagen Kontakt hatte, informiert?

Treten bei einem Menschen Symptome auf, die auf das Corona-Virus deuten, wissen wir aus den aktuellen Berichten, dass eine Ansteckung bis zu 48 Stunden vor dem ersten Auftreten der Symptome, bereits erfolgt sein kann. Daher werden all ihre Kontakte der letzten zwei Tagen anonym informiert.

 

Reicht es, wenn ich den digitalen Handshake einmal pro Person mache?

Leider nicht. Wenn Sie die Person über einen Zeitraum von zwei Tagen wieder treffen, müssen Sie Ihren digitalen Handshake erneuern. Nur so kann die App Sie im Falle des Falles schnellstmöglich informieren.


Muss ich die Begegnungen mit meiner Familie auch festhalten?

Mit Menschen, mit denen Sie im Alltag zusammenwohnen, braucht es keine Vernetzung über die App. Da Sie eine etwaige Erkrankung dieser Personen so oder so schnell mitbekommen würden. Wichtig wäre natürlich, dass alle Familienmitglieder ihre restlichen Begegnungen außerhalb der Kernfamilie in ihrem Kontakt-Tagebuch festhalten.

Mit wem genau soll ich einen digitalen Handshake austauschen?
Mit all jenen Menschen, mit denen Sie in Kontakt treten bzw. mit ihnen lokal zusammenkommen. Ein Fußgänger, der an Ihnen vorbeigeht, wohl eher nicht, sehr wohl aber Menschen, mit denen Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, Arbeitskollegen, Meeting-Partner oder andere beruflichen oder privaten Kontakte, die sich nicht vermeiden lassen.

 

Wieso kann die Vernetzung mit anderen Smartphones nicht automatisch erfolgen?

Datenschutz ist dem Roten Kreuz ein großes Anliegen. Daher gibt es in der aktuellen Version der App die Möglichkeit so wenig Daten wie notwendig preiszugeben, trotzdem eine Vernetzung zu ermöglichen und somit Infektionsketten zu unterbrechen. Dazu braucht es den aktiven Schritt zur Vernetzung. In einer Ausbaustufe soll eine Automatisierung in der Vernetzung optional möglich sein.

 

Wieso ist die App sinnvoll, wenn doch aktuell der Abstand von zwei Metern eingehalten werden muss?

Abstand halten ist immer noch die beste Art, sich vor einer Infektion zu schützen. Trotzdem gibt es Situationen, in denen sich ein engerer lokaler Kontakt nicht vermeiden lässt. Zum Beispiel eine Zugfahrt, die Fortbewegung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Meetings in der Arbeit oder in Berufen in denen der Kontakt mit Menschen sich nur bedingt vermeiden lässt. Genau dann ist ein Vernetzen der Kontakte über die App entscheidend.

 

Warum will die App mein Mikrofon und Bluetooth nutzen?

Dadurch können Smartphones in Ihrer Nähe geortet werden, mit denen Sie sich anschließend vernetzen können.

 

Was, wenn ich einen Kontakt speichere, der andere dies aber nicht tut? Bekomme ich dann trotzdem eine Benachrichtigung, wenn diese Person erkrankt?

Für einen Handschlag braucht es zwei Hände, so auch beim digitalen Handschlag. Beide Geräte müssen sich miteinander vernetzen, nur so kann im Falle einer Erkrankung auch die jeweilige Person kontaktiert werden.

 

Kann ich mich mit mehreren Personen gleichzeitig vernetzen?

Wird die Suche nach Smartphones in der Umgebung aktiviert und mehrere Personen haben die App geöffnet, können auch mehrere Geräte und damit Kontakte gespeichert werden. Erkrankt eine Person sind deren Kontakte der letzten 48 Stunden relevant, diese werden dann über die App automatisch kontaktiert.

 

An wen genau richtet sich die App?

Die App richtet sich an alle Menschen ab 14 Jahren, die ihre Begegnungen mit anderen Kontakten dokumentieren wollen, um so dazu beizutragen, Infektionsketten schneller zu durchbrechen.

 

Wie wird sich die App weiterentwickeln?

Demnächst können Sie über die App auch einen Symptomcheck durchführen. Über diesen können Sie herausfinden, ob ihre aktuellen Symptome zu einer Coronavirus-Erkrankung passen, die App gibt Auskunft über das weitere Verhalten. Auch wird es optional die Möglichkeit geben automatisch den Kontakt mit anderen Personen festzuhalten.

 

Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Datenschutz ist dem Roten Kreuz ein großes Anliegen. Zur Nutzung der App müssen keine personenbezogenen Daten angegeben werden. Die Kontakte der User werden lediglich auf deren Endgerät gespeichert. Sie sind dem Roten Kreuz nicht zugänglich und es können keine Rückschlüsse auf Begegnungen gezogen werden. Melden Sie sich als erkrankt fragen wir nach Ihrer Handynummer und senden eine TAN als Bestätigung.

 

Bei einer Erkrankung bekommen alle in der Kontaktkette eine anonymisierte Meldung. Personenbezogene Daten zur Person, die erkrankt ist, werden nicht weitergegeben.

 

Welche Organisationen waren an Finanzierung und Entwicklung der App beteiligt?

Die UNIQA Privatstiftung finanziert die Entwicklung der „Stopp Corona“-App. Zu keinen Zeitpunkt kommt es zu einer Übertragung von Daten an UNIQA. Konzeption und Realisierung der App fand in Zusammenarbeit und mit Unterstützung von Accenture Österreich statt.

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