Migrationssymposium des Roten Kreuzes

„Wohin mit der Angst – Warum wir uns vor dem Fremden fürchten und was man dagegen tun kann“


Am 12. und 13. Juni lud das Generalsekretariat des Österreichischen Roten Kreuzes Interessierte aus Wissenschaft und Praxis zu einem zweitägigen Migrationssymposium in die Diplomatische Akademie in Wien ein. Thema des Symposiums war die spannende Frage, woher Fremdenangst eigentlich wirklich rührt und was man dagegen tun kann. 

Bereits bei der Eröffnung wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion, an der neben Rotkreuzpräsident Gerald Schöpfer auch Verfassungsrechtsexperte Heinz Mayer, Kulturwissenschaftler Thomas Macho, Kommunikationsexperte Peter Vitouch und Expertin für Interkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie Ulrike Kluge teilnahmen, intensiv über mögliche Ursachen von Fremdenfeindlichkeit diskutiert. 


Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde das Thema dann in neun Workshops aus jeweils ganz unterschiedlicher Perspektive genauer unter die Lupe genommen. Dr. Johannes Kopf vom AMS leitet etwa einen Workshop, der sich mit der Angst vor Überfremdung am Arbeitsmarkt auseinandersetzte. Andere Workshops beschäftigten sich mit teils provokanten Fragen wie „Muss man sich vor kriminellen Ausländern fürchten?“, „Hat unsere Jugend durch Zuwanderung überhaupt noch eine Chance?“ oder „Sind irreguläre Migranten Verbrecher?“. Schließlich standen uns auch Kommunikationsexperten zur Verfügung, um gemeinsame Strategien zu entwickeln, wie Ängste genommen werden und positiv kommuniziert werden kann. 


Das Symposium stieß bei den rund 160 Teilnehmern auf großes Interesse und auch Medienvertreter haben mit Interesse die Eröffnungsrede von Rotkreuzpräsident Gerald Schöpfer verfolgt, in der er sein zentrales Anliegen auf den Punkt brachte: „Österreich braucht weniger Angst und mehr Integration für Migrantinnen und Migranten.“ 


Rückfragen: Andrea Kotorman

Impressionen vom Migrationssymposium 2018

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