20.01.2011 10:48

RK 1 Notarzthubschrauber fliegt 832 Einsätze

Wenn ein Notfall passiert, muss es schnell gehen. In maximal zwei Minuten ist die Besatzung des Fresacher Notarzthubschraubers in der Luft.

RK 1 Notarzthubschrauber fliegt 832 Einsätze

Fresach. Allein im Jahr 2010 wurde der „RK-1“ der ARA-Flugrettungs GmbH zu 832 Rettungseinsätzen alarmiert. Damit leistete er im Jahr 2010 rund fünf Prozent mehr Einsätze als im Jahr zuvor (2009: 793 Einsätze).

 

In den vergangenen zwölf Monaten startete „RK-1“, so der Funkrufname des Notarzthubschraubers, zu 721 Notfalleinsätzen. Darüber hinaus wurde er weitere 111-mal für den schnellen und schonenden Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken alarmiert.

 

Jürgen Würtz, Pilot in Fresach, blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2010 zurück: „Zu Beginn des Jahres konnten wir einer stark unterkühlten Person helfen, die beim Versuch, ihre beiden Hunde aus einem Fluss zu befreien, selbst durch die dünne Eisdecke eingebrochen war. Nach 15 Minuten konnte die Feuerwehr die Frau aus dem eisigen Wasser retten. Unser Notarzt legte die Frau sofort in einen speziellen Wärmesack. Unter behutsamer Wärmezufuhr flogen wir sie schnellstmöglich in eine naheliegende Klinik. Und auch ein Windeneinsatz im Herbst hat sich in mein Gedächtnis eingeprägt. Während eines Jagdausflugs war ein Ehepaar in seinem Geländewagen von einem Schotterweg abgekommen und 60 Meter tief einen Steilhang herabgestürzt. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen und des alpinen Geländes war die Rettung der Verletzten extrem schwierig. Unsere jahrelange Erfahrung mit Windeneinsätzen konnten wir bei dieser Alarmierung erfolgreich einsetzen. Im November hatten wir großen Anlass zur Freude. Maria Fekter, Bundesministerin des Inneren der Republik Österreich, hat eine unserer Besatzungen mit der „Goldenen Medaille am Roten Bande für Verdienste um die Republik Österreich“ ausgezeichnet. Diese Ehrung hat unsere vierköpfige Besatzung für einen außergewöhnlichen Windeneinsatz erhalten, den sie im Dezember 2009 geflogen ist.“  

 

Von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang ist der in Kärnten stationierte Notarzthubschrauber der ARA-Flugrettungs GmbH täglich einsatzbereit. Er ist mit erfahrenen Piloten, Notärzten, Notfallsanitätern und einem Windenoperator/HEMS Crew Member besetzt und medizintechnisch voll ausge­stattet. Das Einsatzgebiet des „RK-1“ umfasst Mittel- und Oberkärnten. Angefordert wird er von der Landesleitstelle in Klagenfurt.

Der Fresacher ARA-Notarzthubschrauber ist mit einer Rettungswinde ausgerüstet, die zur Rettung von Verletzten in Bergregionen notwendig ist. Im vergangenen Jahr leistete „RK-1“ 48 Windeneinsätze. Regelmäßige Rettungsübungen mit der Winde sind für die auf dem Fresacher Hubschrauber tätigen Notfallsanitäter Pflicht. Ebenso müssen sie Kurse zur Fels- und Eisrettung belegen.

 

Die österreichische ARA-Flugrettungs GmbH wurde 2001 als gemeinnützige GmbH gegründet und betreibt an zwei Standorten in Österreich professionelle Notfallmedizin mit Notarzthubschraubern. Das Luftrettungsunternehmen mit Sitz in Klagenfurt gehört zur DRF Luftrettung und ist ein nach gültigen Richtlinien für die Luftfahrt lizenziertes Unternehmen mit einem Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC).

Mehr Informationen im Internet unter: www.airrescue.at

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