Nugget City 2011

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Seznam účastníků cvičení „ Nugget City 2011 “ - Mistelbach dne 24.9.2011
Rot Kreuz Übung „Nugget City 2011“ – Mistelbach, 24.09.2011 

Spektakuläre Rotkreuz-Übung fordert Einsatzkräfte Team Österreich und Team Morava Mitglieder im Einsatz

Nugget City 2011 logo, sponsoren
Nugget City 2011 Versammlung
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Lodernde Flammen, beißender Rauch, rund 100 Verletzte…das ist das spektakuläre Übungsszenario, mit dem das Rote Kreuz Niederösterreich heute in der Bolfras-Kaserne in Mistelbach die Abläufe bei einem Großschadensereignis übt.


In monatelanger Arbeit haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes Niederösterreich eine Aufgabenstellung ausgeheckt, die wohl kaum eine Anforderung unberücksichtigt lässt. Auf dem Übungsgelände der Bolfras-Kaserne, die das Österreichische Bundesheer für diese Übung zur Verfügung stellt, kommt es zu einem tragischen Unfall, große Teile des Munitionslagers explodieren. Wenige Minuten später fängt auch noch die nahegelegene Tankstelle Feuer und es werden insgesamt rund 100 Menschen verletzt. Damit die Sanitäterinnen und Sanitäter unter annähernden Realbedingungen üben können, werden alle Verletzten durch realistische Notfalldarsteller geschminkt und haben daher täuschend echt aussehende Wunden. Stuntmen und Pyrotechnik runden das Bild ab. Bis zu sechs Meter hohe Stichflammen und Rauchschwaden, sowie ein brennender Mensch stellen die übenden Rotkreuz-Teams vor große Herausforderungen.
 
 „Das Ziel der Übung ist einerseits, den Ablauf zur Versorgung vieler gleichzeitig Verletzter zu üben und somit auch Führungsverhalten und die Kooperation mit anderen Einsatzorganisationen zu trainieren“, erklärt Fritz Eigenschink, Landesrettungskommandant Rotes Kreuz Niederösterreich. „Andererseits wird auf die Individualversorgung Wert gelegt und auch Rettung unter sehr schwierigen Bedingungen geübt.“ Eigens eingesetzte Beobachterinnen und Beobachter geben den übenden Sanitäterinnen und Sanitätern entsprechendes Feedback. „Wir freuen uns sehr, dass diese Übung auf unserem Gelände durchgeführt wird“, sagt Bataillonskommandant Oberstleutnant Hans-Peter Hohlweg, MSD. „Die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften hat für uns einen hohen Stellenwert.“
 
 „Großartige Unterstützung haben wir durch das Team Österreich und dessen tschechisches Pendant, das Team Morava“, erklärt Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes. Etwa 40 der „verletzten“ Personen werden durch freiwillige Helferinnen und Helfer dieser beiden Teams gemimt. „Für das Team Morava ist die Übung „Nugget City“ der abschließende Meilenstein des mit EU-Geldern geförderten Projektes ‚SAVE.regions‘“, meint Mgr. František Bublan, Caritas Brünn.
 
 „Die effiziente Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzorganisationen wie auch die internationale Beteiligung zeigen ganz deutlich, wie hoch und international angesehen der Ausbildungsstandard unserer vielen tausend freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist“, betonen Foitik und Eigenschink. Jedes Jahr werden Rotkreuz-Sanitäterinnen und Sanitäter zu 705.848 Einsätzen in Niederösterreich gerufen, tausende Ausbildungsstunden sowie Übungen wie diese sichern nachhaltig die anspruchsvollen Qualitätsvorgaben im Rettungsdienst des Österreichischen Roten Kreuzes.
 
 Nach etwa drei Stunden ist vom anfänglichen Tumult, den schreienden Verletzten und den vielen Flammen nichts mehr zu sehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes haben es geschafft, in dieser kurzen Zeit alle Verletzten zu retten, zu versorgen und abzutransportieren. Sowohl der zuständige Übungsleiter, Bereichskommandant Günter Olsa, als auch der Landesrettungskommandant, Fritz Eigenschink, zeigen sich zufrieden. „Es ist immer wieder schön zu sehen, mit wie viel Feuereifer unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Sache sind und auch, dass sie nie aufhören, sich weiterentwickeln zu wollen“, meint Eigenschink.
 
 In einer der Panzerhallen der Kaserne stehen für die erschöpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gulasch und Getränke bereit. Ein Blick in die Halle hinterlässt den Eindruck großer Geschäftigkeit. Alle sind dabei, rege ihre heutigen Erfahrungen zu diskutieren. So geht für insgesamt rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein sehr aufregender Tag zu Ende. 

Ankündigung

Projekt „save.regions“

Die „Nugget City 2011“ hat neben ihrer Rolle als Rotkreuz-Viertelsübung eine weitere Dimension: sie dient als Abschluss des EU-Projektes „save.regions“, das die Festigung und Verbesserung des Stellenwerts von Freiwilligkeit bei der grenzüberschreitenden Katastrophenhilfe zwischen Südmähren und Niederösterreich zum Ziel hat. Dabei treffen Freiwillige des neu aufgebauten „Team Morawa“ auf ihre österreichischen Kollegen vom „Team Österreich“, um gemeinsam die professionellen Helfer der teilnehmenden Einsatzorganisationen zu unterstützen. Auch das Erreichen des Projektziels, die grenzüberschreitende Hilfe im Katastrophenfall durch die Stärkung des Freiwilligenwesens zusätzlich zu verbessern wird durch die Zusammenarbeit von Einheiten aus Tschechien und Österreich plakativ aufgezeigt. 

 

Ausgangslage

Österreich hat traditionell ein stark ausgeprägtes und professionalisiertes Freiwilligenwesen im Katastrophenschutz. 2007 hat das Österreichische Rote Kreuz zusammen mit Hitradio Ö3 ein innovatives Instrument entwickelt, mit dem zusätzliche spontane Freiwilligenhilfe im Katastrophenfall koordiniert wird. Die Grundidee: bereits vor einer Katastrophe Freiwillige mittels einer Medienkampagne zu gewinnen, damit sie im Ernstfall über eine nach Einsatzerfordernissen skalierbare Datenbank erreichbar und alarmierbar sind. Der fehlende Bedarf nach einem solchen Instrument wurde durch mehr als 20.000 Anmeldungen in Österreich unter Beweis gestellt.

 

Zusammen mit den tschechischen Projektpartnern - dem Kreis Südmähren und der Caritas Brünn, betreibt das Österreichische Rote Kreuz ein EU Projekt zur Festigung des Stellenwerts von Freiwilligkeit sowie zur Verbesserung der Rolle von Freiwilligen in der grenzüberschreitenden Katastrophenhilfe. Mittels einer Medienkampagne wurde in Südmähren, ähnlich wie zuvor in Österreich, ein Freiwilligenpool  „Team Morava“ gebildet. Die Freiwilligen erhalten Schulungen in Katastrophenvorsorge und stehen dann den professionellen Helfern als zusätzliche Unterstützung zur Verfügung. Durch den intensivierten Austausch zwischen Team Österreich und Team Morava einerseits und Niederösterreich und Südmähren andererseits soll eine Verbesserung der grenzüberschreitenden Hilfe bei Großschadensereignissen erreicht werden.

 

Ziele

o    Risikosensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Katastrophenvorsorge

o    Steigerung der Selbsthilfekapazität der Bevölkerung 

o    Herstellung von Synergien in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und Verbesserung der nachhaltigen Hilfe bei Katastrophen

 

Kontakt und weitere Informationen:

 

http://www.roteskreuz.at/site/saveregions/

Christian Kloyber, mailto:christian.kloyber(at)roteskreuz.at  

Tel +43 664 12 14 180

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