07.03.2013 Von: Sarah Obernosterer

Realität auf der Leinwand

Der Dokumentarfilm "Access to the Danger Zone" zeigt einem breiten Publikum wie Organisationen in Krisengebieten arbeiten.
Über 700 Gäste kamen zur Kinopremiere von "Access to the Danger Zone" ins Wiener Gartenbaukino. <br> <span style="font-style:italic">©Obernosterer/ÖRK</span>
Über 700 Gäste kamen zur Kinopremiere von "Access to the Danger Zone" ins Wiener Gartenbaukino.
©Obernosterer/ÖRK

Es gibt Kriege, die Jahre und Jahrzehnte dauern. Kriege, deren Akteure hunderttausende Menschen vertreiben, verletzen, in die Luft sprengen, vergewaltigen, töten. Länder wie Somalia, die Demokratische Republik Kongo oder Afghanistan sind die gefährlichsten Orte der Welt. Alle, die können, flüchten. Zurück bleiben Zivilisten - ohne finanzielle Mittel, ohne medizinische Versorgung, ohne Lebensmittel und ohne Schutz vor weiteren Übergriffen. Internationale Helfer von Organisationen wie dem Roten Kreuz oder Ärzte ohne Grenzen stehen diesen Menschen unter schwierigsten Bedingungen bei.

 

Endstation Menschlichkeit

 

Die Mitarbeiter der Organisationen helfen Menschen, für die es sonst keine Hoffnung mehr gibt, und werden dabei nicht selten selbst zur Zielscheibe von Gewalt. Oft kommen die Helfer auch nicht zu den Opfern durch oder werden so lange aufgehalten, bis es zu spät ist. Mitten in Kämpfen von Regierungen und ihren Gegnern versuchen sie humanitäre Arbeit zu leisten, mit allen beteiligten Parteien zu verhandeln und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Eine dieser Entscheidungen ist das Ab- oder eben Nichtabziehen der internationalen Helfer in eskalierenden Situationen. Was tun, wenn Mitarbeiter von Helferteams entführt oder gar ermordert werden? Da bleiben, die restlichen Helfer evakuieren oder Teams minimieren? Dazu kommt das Wissen um die Konsequenzen für die lokale Bevölkerung. Was wird aus ihnen, wenn die letzten Helfer gehen? 

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