13.03.2013 Von: Ly Nguyen, Vietnam

Vietnam: Partnerschaften gegen den Anstieg von Infektionen mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Eine Reportage zum Schwerpunkt "Stille Katastrophen" aus Vietnam von Ly Nguyen, Vietnam
Vietnam: Partnerschaften gegen den Anstieg von Infektionen mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Seit drei Jahren erlebt Vietnam einen noch nicht dagewesenen Anstieg an Infektionen mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMD). Diese viral bedingte Infektionskrankheit verbreitet sich durch Körperkontakt und mangelnde Hygiene, HFMD betrifft vor allem Säuglinge und Kinder unter 5 Jahren, besonders Kleinkinder unter 3 Jahren. Zwar ruft die Krankheit in den meisten Fällen nur leichte Symptome hervor, aber die Zahl der Infektionen stieg 2011 drastisch auf rund 112.300 Fälle an. Insgesamt 169 Menschen starben, in den großen Städten waren die Krankenhäuser überlastet.

 

Im Jahr 2012 stiegen die HFDM-Infektionszahlen weiter an, mit Spitzen von über 6.000 Fällen pro Woche. Ende August bestätigte das Gesundheitsministerium, dass knapp 75.000 Krankheitsfälle registriert wurden, 63 der 64 Provinzen Vietnams waren betroffen.


Nach der erfolgreichen HFMD-Maßnahme 2011 baten das Gesundheitsministerium und die lokalen Behörden das Vietnamesische Rote Kreuz um Hilfe, um die Krise im folgenden Jahr unter Kontrolle zu bringen. Mit Hilfe des Europäischen Amtes für humanitäre Hilfe (ECHO) und Nationalen Rotkreuz-Gemeinschaften als Partner unterstützte das Vietnamesische Rote Kreuz die nationalen Bemühungen, HFMD zu bekämpfen - mit einer Aufklärungskampagne auf nationaler und kommunaler Ebene, um die Verhaltensweisen der Menschen zu ändern.


Freiwillige des Roten Kreuzes arbeiten in den am meisten betroffenen Gebieten, sie klären über richtiges Hygieneverhalten auf und verbreiten Informationen über die Krankheitssymptome. Neben der Aufklärungskampagne in den lokalen und landesweiten Medien besuchte die Organisation auch Haushalte und informelle Kindergärten, um Eltern und Betreuer von Kindern unter 3 Jahren sowie Lehrer und Erzieher in den Tagesstätten zu erreichen. Trotz dieser Bemühungen findet die Krankheit noch immer ihren Weg in viele Häuser.

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