Explosion und Gebäudeeinsturz – Fortbildung der besonderen Art

Foto: Rotes Kreuz | Martin Lenz
Foto: Rotes Kreuz | Martin Lenz
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Ein lauter Knall, ein großer Feuerball und verzweifelte Hilfeschreie von dutzenden Verletzten – glücklicherweise nur eine Übung des Roten Kreuzes Voitsberg-Köflach. Das Ziel: die besonderen Strukturen in der Behandlung einer Vielzahl an Betroffenen trainieren.

Es zählt glücklicherweise nicht zum Alltag des Rettungsdienstes in Österreich plötzlich duzenden Verletzten gegenüberzustehen. Gerade deshalb ist es von besonderer Bedeutung solche Szenarien zu trainieren, um im Ernstfall richtig reagieren zu können. Zwölf interessierte Kolleginnen und Kollegen sowie zwei Notärzte der Dienststelle Voitsberg-Köflach stellten sich vor kurzem genau dieser Herausforderung.

Doch um eine solche Übung durchführen zu können bedarf es umfangreicher Vorbereitung. Unter der Leitung der Bezirksbildungsbeauftragten, Frau DGKS Elisabeth Jauk, wurde im Vorfeld das Übungsszenario ausgearbeitet. Unterstützt wurde sie dabei von Manfred Pölzl, langjähriger Einsatzoffizier und tätig im Landesrettungskommando sowie von Christian Pichler BSc., Kommandant Stv. der RKHE Region Zentralraum Steiermark, welche die Fortbildung mit ihrem Know-How wesentlich aufwerteten.

Neben interessanten Theorievorträgen bildete das realitätsnahe Szenario den Höhepunkt der Übung: Explosion und Gebäudeeinsturz mit 16 Verletzten, die fachgerecht gesichtet, gerettet, behandelt und abtransportiert werden mussten. Um alle Betroffenen bestmöglich versorgen zu können wird eine spezielle Behandlungsstruktur (siehe Bild), genannt strukturierte Patientenablage, aufgebaut. Dadurch ist es möglich den Überblick zu behalten.

Nach Übungsabschluss und Nachbesprechung zieht Jauk zufrieden Bilanz: „Mir persönlich ist es ein großes Anliegen für die Bezirksstelle eine breite Palette an Fortbildungen anzubieten, um für den Ernstfall gerüstet zu sein“. Auch Bezirksgeschäftsführer und Bezirksrettungskommandant Dir. Aldo Striccher MAS betont die Wichtigkeit solcher Übungen und ist stolz auf die erbrachte Leistung: „Trotz jahrelanger Erfahrung ist es immer wieder notwendig solche Szenarien zu üben um Sicherheit zu bekommen.“

Diese Übung hat einmal mehr gezeigt, dass lebenslanges Lernen gerade im Rettungsdienst ein wesentlicher Faktor für die Sicherheit der Bevölkerung ist. Und genau diese Sicherheit konnten die 14 Teilnehmer in diesen zwei Tagen gewinnen, wenngleich man solche Szenarien nie in der Realität erleben möchte.

 

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