30.09.2019 18:23

Zwölf Stunden im Dauereinsatz

Stressübung an der RK-Ortsstelle Gleisdorf

Zwölf Stunden im Dauereinsatz

Die Organisatorinnen Astrid Strobl und Rebecca Thomas hatten rund 70 Stunden Vorbereitungszeit zur Erstellung der Übungsszenarien und für die aufwändige Organisation aufgewandt. Mit dieser Zwölf-Stunden-Übung sollte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit geboten werden, den Umgang mit dem Faktor Stress im Rettungsdienst unter die Lupe zu nehmen.

Die Übungsszenarien sahen eine Aneinanderreihung von unterschiedlichsten, im alltäglichen Rettungsdienst vorkommenden Aufgabenstellungen vor. Dazu zählte die Versorgung von Unfallopfern nach Stürzen aus mehreren Metern Höhe bzw. nach einem Brand in einem größeren Betrieb oder ein Traktorunfall mit mehreren Verletzten. Durch zusätzlich eingebaute Stressfaktoren – unklare Lage, unklares Ausmaß des Schadensereignisses, bewusste Fehlinformationen, zum Teil lange Wartezeiten zwischen den einzelnen Übungseinsätzen, Verwechslungen, ungenaue Angaben der Rettungsleitstelle, nervöse Angehörige, etc. – wurden die Aufgabenstellungen jedoch erschwert.

Daneben stand wie bei allen Einsatzübungen aber auch hier die reibungslose Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren im Einsatzfall im Mittelpunkt. Insgesamt waren fünf Rettungswägen mit 14 SanitäterInnen aus den Ortsstellen Gleisdorf, Markt Hartmannsdorf und Ratten, drei Notärzte, Rotkreuz-Beobachter aus den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld, Graz, Graz-Umgebung und Leibnitz, rund 90 Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehren Gleisdorf, St. Ruprecht, Prebuch, Albersdorf, Takern II und St. Margarethen/R. sowie 30 Figuranten im Einsatz.

Der planmäßige Verlauf und das große Engagement aller Beteiligten führten dazu, dass den SanitäterInnen und allen anderen TeilnehmerInnen die möglichen Auswirkungen des Faktors Stress in einer Blaulichtorganisation vor Augen geführt werden konnte.

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