07.03.2008 11:45

100. Internationaler Frauentag: „Pflege ist Frauensache“

Rotes Kreuz fordert verbesserte Rahmendingungen in der Pflege

Pflege zuhause

Wien (Rotes Kreuz). „Pflege und Betreuung zuhause sind weiblich“, so Monika Wild, Leiterin der Gesundheits- und Sozialen Dienste des Österreichischen Roten Kreuzes.

„Rund 90% der angestellten Kräfte der mobilen Pflege und Betreuung sind Frauen, 80% der pflegenden Angehörigen sind weiblich.“

 

Anlässlich des 100. Internationalen Frauentages fordert das Österreichische Rote Kreuz adäquate Rahmenbedingungen bei der Pflege zuhause. „Das bedeutet insbesondere einen Ausbau der mobilen Pflege und Betreuung sowie eine bessere Förderung durch die öffentliche Hand, um die häusliche Pflege für alle hilfs- und pflegebedürftigen Menschen leistbar zu machen“, führt Monika Wild aus.

 

Die Mitarbeiterinnen sind täglich hohen Belastungen ausgesetzt, hier besteht Handlungsbedarf. Dazu zählen entlastende und qualitätssichernde Maßnahmen wie zum Beispiel interdisziplinäre Fallbesprechungen und Supervision. „Wünschenswert wäre, dies durch die öffentliche Hand abgegolten zu sehen“, so die Rotkreuz-Expertin für Pflege und Betreuung.

 

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Unterstützung von pflegenden Angehörigen. Dazu zählen eine verbesserte sozialrechtliche Absicherung sowie eine Praxisanleitung von pflegenden Angehörigen bei der Übernahme von bzw. zu Beginn einer pflegerischen Tätigkeit. „Diese Anleitung und Beratung von pflegenden Angehörigen sollte als Regelangebot allen Betroffenen kostenlos zur Verfügung stehen“, fordert Wild.

 

In unserer Gesellschaft ist Pflege Frauensache. Die genannten Maßnahmen sollen einen Beitrag zur Besserstellung von professionellen Mitarbeiterinnen sowie auch pflegenden Angehörigen leisten.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Andrea Winter
Österreichisches Rotes Kreuz
Presse- und Medienservice
Tel.: +43 1 589 00-153
Mobil: +43 664 823 48 54
mailto:andrea.winter(at)roteskreuz.at
http://www.roteskreuz.at

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