15.05.2008 16:01

Naturkatastrophen in Myanmar und China

Innerhalb weniger Tage wurde Asien von zwei Naturkatastrophen heimgesucht, die eine tragische Gemeinsamkeit haben: täglich muss die Zahl der Opfer nach oben korrigiert werden.

Naturkatastrophen in Myanmar und China

„Wir befürchten, dass der Zyklon in Myanmar bis zu 128.000 Menschenleben gefordert hat. Insgesamt sind 2,5 Millionen Personen vom Tropensturm betroffen“, sagt der Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes Wolfgang Kopetzky.

Der zweite Katastrophenschauplatz ist China. Nach offiziellen Informationen forderte das Erbeben in der Provinz Sichuan mindestens 20.000 Todesopfer – 50.000 weitere Menschen sind vermisst. Ihre Überlebenschancen sinken stündlich.

 „Ob Wirbelsturm oder Erdbeben – die Hilfe, die die Betroffenen am dringendsten benötigen, ist sehr ähnlich“, identifiziert Kopetzky eine weitere Gemeinsamkeit. „Besonders wichtig ist der Zugang zu sauberem Wasser. Fehlt dieser, steigt die Seuchengefahr und der eigentlichen Katastrophe folgt eine weitere.“

Das Österreichische Rote Kreuz hat am Mittwoch drei Experten in Richtung Myanmar entsandt. Gemeinsam mit deutschen Kollegen werden sie Wasseraufbereitungsanlagen errichten und betreuen.

„Das myanmarische und das chinesische Rote Kreuz haben unmittelbar nach den Katastrophen ihre Hilfsmaßnahmen gestartet“, so Kopetzky. „Wir in Österreich haben sowohl für Myanmar als auch für China eigene Spendenkonten eingerichtet.“

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