30.04.2010 08:38

Nargis – 2 Jahre danach

Nargis – 2 Jahre danach

Am 2. Mai 2008 fegte der Zyklon Nargis – ein tropischer Wirbelsturm – über das Irawadi-Delta in Myanmar. Die Folgen waren verheerend. Offiziellen Angaben zufolge sind 84.500 Menschen bei der Katastrophe ums Leben gekommen. Das dürften allerdings bei weitem nicht alle sein. Immer noch sind 53.800 Menschen vermisst und die tatsächliche Opferzahl wird wohl bei weit über 100.000 liegen.

 

So wie dieses Jahr nach Haiti hat das Österreichische Rote Kreuz auch 2008 Schnelleinsatzteams ins Katastrophengebiet entsandt. Ihre Mission: den betroffenen Menschen sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Mit der Trinkwasseraufbereitungsanlage aus Österreich konnten jeden Tag 225.000 Liter Wasser gereinigt werden. Das reicht für die Versorgung von15.000 Menschen.

 

Zusätzlich zu der Soforthilfe begann die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften mit Wiederaufbauprojekten, die 2011 abgeschlossen werden. Die Zwischenbilanz ist erfreulich. Bislang konnte 8.000 Familien, die durch den Sturm obdachlos geworden waren, Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden. Bis Oktober diesen Jahres können weitere 8.500 Familie ihre neuen oder reparierten Häuser beziehen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt beim Wiederaufbau ist die Trinkwasserversorgung. Der Tiroler Michael Wolf war für das Rote Kreuz in Myanmar, um diese Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. „Bei unserer Arbeit geht es in erster Linie um die Wiederherstellung traditioneller Wassersysteme“, sagt Wolf. Gemeint sind Wasserspeicher und Teiche. „Durch den Sturm sind viele solcher Anlagen entweder zerstört oder stark verunreinigt worden“, erklärt der Rotkreuz-Helfer. Mittlerweile konnte rund 36.600 Familien der Zugang zu sauberem Trinkwasser wieder ermöglicht werden.

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