12.07.2011 11:38

Sicheres Badevergnügen

Durch einfache Maßnahmen können Badeunfälle verhindert werden

Sicheres Badevergnügen

Wien (Rotes Kreuz) – Heiß werden die nächsten Tage in Österreich. Wer viel Wasser trinkt und sich nicht zu lange in der Sonne aufhält, wird die Hitze gut überstehen. All jene, die sich mit ihren Kindern in Freibädern oder an Seen Abkühlung verschaffen, sollten einige wichtige Maßnahmen ergreifen, um Badeunfälle zu verhindern. Denn: jedes Jahr haben rund 150 Kinder einen Badeunfall. Die meisten von ihnen sind unter vier Jahre alt. Es passiert binnen Sekunden, ein unachtsamer Moment und das Kind ist verschwunden.
„Schon eine geringe Wasserhöhe kann für kleine Kinder sehr gefährlich sein“, sagt Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes. „Durch einige einfache Vorsichtsmaßnahmen können Badeunfälle von Kindern vermieden werden.“

 

Kinder sollten in der Nähe von Wasser nie unbeaufsichtigt sein. Swimmingpools, Planschbecken und Gartenteiche können durch Zäune, Regentonnen mit einem verschließbaren Deckel gesichert werden. „Das sind sehr effiziente Sicherheitsmaßnahmen. In einer australischen Provinz, in der alle privaten Pools eingezäunt werden müssen, konnten die Todesfälle bei Kindern durch Ertrinken auf ein Fünfzigstel reduziert werden“, so der Rotkreuz-Chefarzt.

 

Dem Alter entsprechende Schwimmflügel mit Sicherheitsventilen sind die einzig wahre Schwimmhilfe. Luftmatratzen, Autoreifen oder aufblasbares Spielzeug sind keine Schwimmhilfen.

 

„Sollten Sie Ihr Kind im Freibad oder an einem See aus den Augen verlieren, suchen Sie zuerst am Wasser“, rät Schreiber. „Im Notfall kommt es auf jede Minute an. Sollte tatsächlich ein Unfall passiert sein, versuchen Sie ruhig zu bleiben, rufen Sie Hilfe, kontrollieren Sie die Lebensfunktionen und führen Sie die entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen durch: bei Atemstillstand Herzdruckmassage und Beatmung. Ist die verunfallte Person reglos, atmet aber normal, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage.“

 

Erste-Hilfe-Kenntnisse können Leben retten. Nicht nur Eltern können leicht in eine Situation kommen, in der Erste Hilfe geleistet werden muss. „Ein einziger Tag bei einem Auffrischungskurs des Roten Kreuzes und Sie sind wieder für das ganze Jahr gerüstet“, empfiehlt Schreiber.

 

Weitere Erste-Hilfe-Tipps auf www.roteskreuz.at/site/erste-hilfe

 

Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Marecek
Österreichisches Rotes Kreuz
Presse- und Medienservice
Tel.: +43 1 589 00-151
Mobil: +43 664 823 48 02
E-Mail: thomas.marecek(at)roteskreuz.at
http://www.roteskreuz.at

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