29.05.2012 14:30

Starke Nachbeben in Norditalien

Zwei weitere Erdbeben erschüttern am 29. Mai die Region Emilia Romagna und sind bis nach Österreich zu spüren. Das Italienische Rote Kreuz verstärkt seine Unterstützung.

Starke Nachbeben in Norditalien

Die Gegend nördlich von Bologna wurde heute von zwei weiteren starken Nachbeben erschüttert. Schwere Schäden an Gebäuden wurden neuerlich aus der Region Emilia Romagna berichtet. "Die Magnitude betrug 5,8 nach Richter, es war somit etwas schwächer als das Hauptbeben vom 20. Mai 2012," berichtet die ZAMG in Wien.

 

Nach Medienberichten gibt es bisher 15 Tote sowie zahlreiche Verletzte in den Provinzen Modena und Ferrara zu beklagen. Die Hochgeschwindigkeitszüge wurden zwischen Bologna und Mailand vorübergehend eingestellt. Zahlreiche Schulen, Krankenhäuser und Fabriken wurden evakuiert, da die Gebäude einsturzgefährdet sind. Unter den Trümmern werden noch Menschen vermutet. 

 

Das Italienische Rote Kreuz verstärkt mit etwa 200 freiwilligen Katastrophenhelfern die Versorgung der Bebenopfer. "In den nächsten Stunden werden weitere Hilfsmittel aus den Katastrophenhilfslagern in Turin und Modena eintreffen", erklärt das Rote Kreuz im Internet.

 

Das Rote Kreuz übernimmt den Transport der Verwundeten in Spitäler und mobile Kliniken, die in den Evakuierungs-Camps eingerichtet sind. Nach dem neuerlichen Beben müssen tausende Menschen in provisorischen Unterkünften untergebracht werden.

 

Die Anzahl der Krankenwagen in der Region wurde erhöht, um für mögliche Spitals-Evakuierungen und Notfall-Aktivitäten gerüstet zu sein. In der Ortschaft Carpi musste das Rote Kreuz bereits ein einsturzgefährdetes Krankenhaus evakuieren.

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