17.01.2013 14:08

Skisport: Bretter, die die Welt bedeuten

Ob neue Skier vom Ausverkauf oder alte aus dem Keller - so viel Spaß Wintersport auch macht, Vorsicht ist geboten.

So stellen sich viele den perfekten Tag im Schnee vor. Für tausende Wintersportler im Jahr enden solche Tage allerdings im Krankenhaus.<br> <span style="font-style:italic">©caruso13 - Fotolia</span>
So stellen sich viele den perfekten Tag im Schnee vor. Für tausende Wintersportler im Jahr enden solche Tage allerdings im Krankenhaus.
©caruso13 - Fotolia

Die Pisten sind perfekt. Es gibt Schnee, es ist kalt, die Skigebiete sind voll von Einheimischen und Touristen. Alle wollen raus auf die Piste, ihre neue Ausrüstung testen, ihr Können zeigen und einfach Spaß haben. Übermut und Selbstüberschätzung, schlecht gewartetes Equipment oder Fahren unter Alkoholeinfluss sind nur einige Gründe dafür, dass es auf Österreichs Pisten allerdings immer wieder zu Unfällen kommt.

 

"Besonders grausam sind oft die Folgen von Kollisionen", weiß Markus Glanzer, Pistenretter mit jahrelanger Erfahrung. Schwere Verletzungen und Todesfälle sind immer wieder das traurige Resultat von solchen Unfällen.

 

Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit verunglückten 2011 fast 55.000 Skifahrer und Snowboarder. Der Großteil der Verletzungen sind Arm- und Beinbrüche, dazu kommen 4.000 Kopfverletzungen. "Weil immer mehr Wintersportler Helme tragen, gehen schwere Kopfverletzungen glücklicherweise nach und nach zurück", freut sich Pistenretter Glanzer. Nach wie vor aber passieren die meisten Unfälle aus Selbstüberschätzung und schlechter Vorbereitung.

 

Die Wahl des Skigebietes und der Piste sind ebenso wichtig wie das Aufwärmen der Muskeln und Gelenke vor der Bewegung im Schnee. "Als Anfänger kann ich einfach nicht über eine schwarze Piste brettern", so der Retter. Auch auf Alkohol sollte man am Berg nach Möglichkeit verzichten: Er erhöht das Unfallrisiko ähnlich wie beim Autofahren und kühlt den Körper zusätzlich aus.

 

Um einen fröhlichen Skitag gesund zu Hause anstatt im Krankenhausbett ausklingen zu lassen, sind Vorkehrungen wie Helmkauf, Skigymnastik,die richtige Wahl des Skigebietes und der Piste unerlässlich. Wer seine Skier nach einer längeren Pause jetzt erst aus dem Keller holt: Unbedingt Ausrüstung (vor allem die Bindung) checken lassen und sich gut auf einen Tag im Schnee vorbereiten!

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