21.04.2013 12:22

Erdbeben in China: Rotes Kreuz hilft

Bereits 2008 hat in der Region ein katastrophaler Erdstoss zehntausende Menschen getötet. Das Österreichische Rote Kreuz half damals mit einer Trinkwasseraufbereitungsanlage.

Erdbeben in China: Rotes Kreuz hilft
Rotkreuz-Zelte in Lushan, China.

Am Samstag, den 20. April um 8.00 Uhr früh ereignete sich im Südwesten der der chinesischen Provinz Sichuan ein starkes Erdbeben der Stärke 7.0. Das chinesische Rote Kreuz ist mit Notfallteams im Grosseinsatz, um die Helfer des Zicvilschutzes und der Armee zu unterstützen. Bereits 2008 war die Region von einem starken Erdbeben betroffen, damals unterstützten österreichische Rotkreuz-Trinkwasserexperten die chinesischen Rotkreuz-Helfer vor Ort (Bericht).


Rotkreuz-Freiwillige helfen vor Ort

Die Freiwilligenteams des Roten Kreuzes vor Ort sind im Bezirk Lushan (140km entfernt von der Provinzhauptstadt Sichuan) im Einsatz, der am schlimmsten betroffen ist. Hauptaufgabe der humanitären Helfer waren Lebensmittel-, Wasser- und Medikamentenlieferungen ins Katastrophengebiet. Auch 500 Zelte wurden bereits geliefert.


Weitere Hilfsgüter 5.000 Familienpakete, 5.000 Decken und weitere 1.200 Zelte sind am Weg ins katastrophengebiet. Trotzdem bleiben die Bedürfnisse vor Ort enorm, so die einhelligen Berichte der Katastrophenbehörden.


Essen, Trinken und psychosoziale Hilfe vom Roten Kreuz

„Gestern und heute waren unsere Aufgaben, betroffene Familien mit Wasser und Nahrung zu versorgen und ihnen psychologische Unterstützung zu geben“, berichtet Wang Juan, Leiter für Erste Hilfe und Notfallmaßnahmen des chinesischen Roten Kreuzes in Sichuan. Er war bereits gestern mit einem Helferteam in Katastrophengebiet unterwegs, konnte aber oft wegen der zerstörten Strassen nicht weiter zu den Betroffenen vordringen. „Eine der wichtigsten Massnahmen der kommenden Stunden muss es sein, die Verkehrswege ins Katastrophengebiet frei zu machen“, so der Rotkreuz-Experte.


Vorbereitung hilft Tote zu verhindern

Die gebirgige und abgelegene Region, in der das Epizentrum des Erdbebens lag, war bereits vor fünf Jahren Schauplatz einer Erdbebenkatastrophe, bei der zehntausende Menschen getötet und tausende Häuser zerstört wurden. Die Neubauten, so Rotkreuz-Mitarbeiter – sind erdbebensicher gebaut, daher sind die Schäden heuer auch viel geringer, als beim letzten Erdbeben. Im Jahr 2008 waren Österreichische Trinkwasserexperten in China, weil die komplette Wasserversorgung in der Stadt Xing Long zusammengebrochen war.


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