25.07.2013 15:44

Zugunglück in Spanien

Das Spanische Rote Kreuz versorgt Opfer und deren Angehörige.

Die beim Zugunglück eingesetzten Teams vom Roten Kreuz haben Erfahrung mit kritischen Situationen.<br> <span style="font-style:italic">©IFRC</span>
Die beim Zugunglück eingesetzten Teams vom Roten Kreuz haben Erfahrung mit kritischen Situationen.
©IFRC

Ein Schnellzug entgleiste am gestrigen 24. Juli am Weg von Madrid nach El Ferrol in der Spanischen Pilgerstadt Santiago de Compostela (Ende des Jakobswegs) komplett. Der Zug war mit 180 km/h mehr als doppelt so schnell unterwegs als erlaubt, als er in einer engen Kurve aus den Gleisen glitt und gegen eine Mauer krachte.

 

Die beiden Lokführer wollten laut Medienberichten die Verspätung aufholen, die sie bereits hatten. Das kostete mindestens 79 Menschen das Leben. Mehr als 140 sind verletzt, einige von ihnen schweben in Lebensgefahr. Dass sich die Zahl der Toten noch erhöht, ist sehr wahrscheinlich. Insgesamt befanden sich über 270 Passagiere im Zug.

 

Hilfe wo sie gebraucht wird

 

Der Unfall ereignete sich gegen 21.00, die Rettungskräfte des Spanischen Roten Kreuzes waren mit 22 Teams - bestehend aus Ärzten, Krankenschwestern, Psychologen und Sozialarbeitern - die ganze Nacht hindurch im Einsatz. Sie versorgten die Opfer und brachten sie in umliegende Krankenhäuser, halfen bei der Evakuierung und leisteten psychosoziale Unterstützung für Verletzte und für die Angehörigen der Opfer.

 

"Die Lage ist ernst und unsere Teams werden vor Ort bleiben, um alle Betroffenen zu unterstützen", sagte Carmen Martin, Sprecherin des spanischen Roten Kreuzes, direkt nach dem Unfall. Die Notfallteams können mit schwierigen Situationen umgehen. Sie waren bereits nach dem Bombenattentat in Madrid 2004, sowie bei Erdbeben in Lorca, Chile, Peru und Haiti im Einsatz. 

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