18.09.2014 09:11

Langer Tag der Flucht

Zum "Langen Tag der Flucht" am 26. September gewährt ACCORD einen Blick hinter die Kulissen der Herkunfsländerinformation. Als Partner der vom UNHCR initiierten Veranstaltungsreihe öffnet das ACCORD-Büro im Roten Kreuz zwischen 12 und 15 Uhr seine Pforten.

Langer Tag der Flucht
Foto: UNHCR

Die Situation für Georgier in Abchasien, Informationen zur Menschenrechtslage im Irak oder in Lybien stehen in keiner Zeitung. Verlässliche Informationen über die Lage in den Herkunftsländern von Asylwerbern sind aber sehr wichtig, denn sie bilden die Basis für die Entscheidung, ob in Österreich internationaler Schutz gewährt wird.


Die Spezialisten für solche Fragen sitzen beim Österreichischen Roten Kreuz, ihre Abteilung nennt sich ACCORD. ACCORD stellt Informationen zu den Herkunftsländern von AsylwerberInnen zur Verfügung, um so zu fairen und effizienten Verfahren beizutragen. Dazu dokumentiert ACCORD laufend Entwicklungen in Herkunftsländern unter dem Gesichtspunkt der Genfer Flüchtlingskonvention und anderer Rechtsinstrumente zum internationalen Schutz.


Zum "Langen Tag der Flucht" am 26. September gewährt ACCORD einen Blick hinter die Kulissen. Als Partner der vom UNHCR initiierten Veranstaltungsreihe öffnet sich das ACCORD-Büro zwischen 12 und 15 Uhr der Öffentlichkeit.


Menschenrechtsverletzungen, Gewalt und Krieg zwingen Menschen, ihre Heimatländer zu verlassen, um andernorts Schutz zu suchen. Ein faires Verfahren zur Prüfung, ob internationaler Schutz gewährt werden kann, erfordert Kenntnisse über die Situation in den Herkunftsländern von AsylwerberInnen (Country of Origin Information – COI).


 "Wir sammeln, überprüfen und veröffentlichen Information über Länder, aus denen Flüchtlinge stammen. Will ich beispielsweise wissen, wie die Lage für Kurden in Syrien ist, finde ich im Internet auf ecoi.net Informationen dazu", sagt ACCORD-Leiterin Andrea Jakober. "Die Informationen, die wir in die Datenbank eingeben, stammen von großen Organisationen wie beispielsweise Amnesty International oder Human Rights Watch, eine andere Quelle ist BBC News."


Wer braucht Informationen von ACCORD?



Alle, die mit Asylverfahren zu tun haben: Rechtsberater, Asylanwälte, Flüchtlingsberater, das Bundesasylamt und der Asylgerichtshof in Österreich und ähnliche Institutionen in anderen Ländern. Die Datenbank wird auch europa- bzw. sogar weltweit genutzt. Da unser Schwerpunkt auf Herkunftsländern der Flüchtlinge in Europa liegt, haben wir die höchsten Zugriffszahlen neben Österreich in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, Finnland, den Niederlanden und Schweden. Neben den europäischen Ländern nutzen Kanada, Neuseeland und Australien das Angebot.

 

Rotkreuz-Aktivitäten am 26. September:

ACCORD BESUCHEN - HERKUNFTSLÄNDERDOKUMENTATION DES ROTEN KREUZES
Zwischen 12:00 und 15:00 Uhr lassen sich die MitarbeiterInnen von ACCORD über die Schulter schauen und erklären u.a. wie Recherchearbeit funktioniert und Herkunftsländerinfos in der Praxis eingesetzt werden.
Rotes Kreuz, Wiedner Hauptstr. 32, 1040 Wien

Und um 19 Uhr ist Rotkreuz-Experte Jürgen Högl teil eines Publikumsgesprächs. Im Anschluss an eine Lesung mit Karl Markovics berichtet er gemeinsam mit anderen Spezialisten über die aktuelle Lage im Irak:

DIE ORANGEN DES PRÄSIDENTEN – LESUNG MIT KARL MARKOVICS
19:00 Uhr
Thalia im W3, Landstraßer Hauptstraße 2a/2b, 1030 Wien

socialshareprivacy info icon